Aufwertung des EuroSpekulative Anleger zum ersten Mal seit drei Jahren „long“

Der Wahlsieg von Emmanuel Macron verschafft dem Euro Rückenwind und schiebt europäische Aktien an. Auffällig ist: Trotz der konjunkturellen Belebung in der Eurozone bleiben die üblichen Folgen eines Wirtschaftsaufschwungs bislang aus.

15.05.2017 - 11:13 Uhr15.05.17 11:13
|
Von: 
|
|
Saisonarbeitskräfte aus Polen auf einem Spargelfeld in Beelitz bei Berlin: Trotz Arbeitskräfteverknappung kommt die Inflation nicht in Schwung
Saisonarbeitskräfte aus Polen auf einem Spargelfeld in Beelitz bei Berlin: Trotz Arbeitskräfteverknappung kommt die Inflation nicht in Schwung© Getty Images

Wie die Analysten der Danske Bank im aktuellen „Danske Daily“ feststellen, dürfte der Euro zum US-Dollar auf Sicht der kommenden zwölf Monate weiter steigen. Den Danske-Analysten zufolge sind die spekulativen Anleger zum ersten Mal seit 2014 für den Euro „long“ eingestellt. Hintergrund sind schwache US-Wirtschaftsdaten, die das Währungspaar EUR/USD wieder über die 1,09er-Marke geschoben haben.

Kurzfristig dürfte dieser Trend anhalten, weil der Euro von den für Europa positiven französischen Präsidentschaftswahlen unterstützt wird. Sollte die US-Notenbank bei ihrer geplanten geldpolitischen Straffung in den USA weiter vorankommen, dürfte der Greenback zunächst wieder profitieren.

„Nach wie vor gehen wir jedoch davon aus, dass das signifikantere Risiko auf Sicht von zwölf Monaten in einem höheren EUR/USD-Kurs besteht, der wahrscheinlich von einer Abkehr der Europäischen Zentralbank (EZB) von weiteren geldpolitischen Lockerungen befeuert werden dürfte. Gleichzeitig sind die Fundamentaldaten wie die Leistungsbilanzen ebenfalls unterstützend für das Währungspaar“, so die Danske-Bank-Analysten.

Geringe Marktrisiken vor den nächsten Parlamentswahlen