Gelungener Start2021 – Rekordjahr für ETFs in Europa?

Der europäische Markt für ETFs konnte seit Beginn des Jahres bereits 70 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital einsammeln. Das haben die Experten von Legal & General Investment Management (LGIM) ermittelt.

28.04.2021 - 10:30 Uhr28.04.21 10:30
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Es geht aufwärts
Es geht aufwärts: In weniger als vier Monaten ist das Volumen des europäischen ETF-Markts um 70 Milliarden US-Dollar auf 1,38 Billionen gestiegen© IMAGO / Xinhua

In weniger als vier Monaten ist das Volumen des europäischen ETF-Markts um 70 Milliarden auf 1,38 Billionen US-Dollar gestiegen. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr sind 120 Milliarden US-Dollar in den Markt geflossen. „Wenn die derzeitige Entwicklung anhält, dann wird 2021 ein Rekordjahr für ETFs“, sagt Howie Li, Leiter des ETF-Geschäftsbereichs bei LGIM.

Von den Nettomittelzuflüssen seit Beginn des Jahres entfielen etwa 60 Milliarden US-Dollar auf Aktien-ETFs – das sind knapp 85 Prozent. Das sah im vergangenen Jahr noch anders aus: 2020 verzeichneten Aktien-ETFs 55 Prozent der gesamten Zuflüsse. Weitere 33 Prozent (40 Milliarden US-Dollar) machten Anleihe-ETFs aus – ein Rekordjahr für die Anlageklasse. Insgesamt machen Anleihe-ETFs jedoch weniger als ein Viertel des gesamten europäischen ETF-Marktes aus. „Hier ist noch Raum für Wachstum und Innovationen.“

Interessant zu beobachten ist, dass nachhaltige ETFs mehr als ein Drittel der diesjährigen Zuflüsse ausmachen. Obwohl der Anteil nachhaltiger ETFs am Gesamtvermögen der Aktien-ETFs immer noch bei nur 11 Prozent liegt. „Das ist eine positive Entwicklung.“

Gold-ETFs weniger gefragt

Ähnlich wie am Anleihe-ETF-Markt hat sich dieses Jahr eine Kehrtwende bei physischen Gold-ETFs vollzogen. Während 2020 mehr als 13 Milliarden US-Dollar an Neugeldern in Gold-ETFs flossen, sind in diesem Jahr bereits mehr als 2 Milliarden US-Dollar abgeflossen.

„Themen-ETFs hingegen konnten den Trend an monatlicher Nettomittelzuflüssen – trotz des Technologie-Ausverkaufs im März – fortsetzen.“ Bisher verzeichneten sie in jedem Monat positive Nettozuflüsse – ähnlich wie 2020. Und dem nicht genug: Im Januar und Februar 2021 gab es sogar monatliche Rekordzuflüsse von jeweils 3,5 Milliarden US-Dollar. Die Zahl illustriert die rasante Dynamik der Branche. Der letzte Höchststand war mit 2,5 Milliarden US-Dollar Nettomittelzuflüssen gerade erst im Dezember 2020 zuvor erreicht worden.

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