300 Tonnen Bundesbank-Gold aus New York jetzt vollzählig in DeutschlandGoldverlagerung vier Jahre dem Plan voraus

Die Deutsche Bundesbank hat ihre Goldverlagerungen aus New York im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen: 583 Tonnen des Edelmetalls liegen nun deutlich früher als geplant in deutschen Tresoren.

10.02.2017 - 12:20 Uhr10.02.17 12:20
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Goldbarren im Tresorraum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main: Auf 2.300 Seiten ist jeder einzelne Bundesbank-Barren öffentlich einsehbar aufgelistet
Goldbarren im Tresorraum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main: Auf 2.300 Seiten ist jeder einzelne Bundesbank-Barren öffentlich einsehbar aufgelistet© Deutsche Bundesbank

„Die Verlagerungen liefen reibungslos und es gab keinerlei Beanstandungen“, versichert Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. „Das Lagerstellenkonzept für New York, welches die Verlagerung von 300 Tonnen Gold aus New York nach Frankfurt vorsah, wurde 2016 vollständig umgesetzt.“

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt mehr als 216 Tonnen Gold aus ausländischen Lagerstellen nach Deutschland verbracht, davon 111 Tonnen aus New York und 105 Tonnen aus Paris. Seit Beginn der Goldverlagerung im Jahr 2013 wurden damit nach und nach fast 283 Tonnen Gold aus Paris und 300 Tonnen Gold aus New York nach Frankfurt am Main verbracht – insgesamt 583 Tonnen im Gesamtwert von derzeit 21,5 Milliarden Euro.

Damit lagerten am 31. Dezember 2016 47,9 Prozent der deutschen Goldreserven in Frankfurt am Main. 36,6 Prozent verbleiben weiterhin in New York sowie 12,8 Prozent in London. Die jetzt noch in Paris lagernden Goldreserven in Höhe von 2,7 Prozent der Gesamtbestände wolle die Bundesbank im Jahr 2017 vollständig nach Frankfurt verlagern, so Bundesbankvorstandsmitglied Thiele.