Aberdeen Asset Management und Standard Life Aktionäre stimmen Fusion zum Fondsriesen zu

Es ist vollbracht: Die Aktionäre von Standard Life und Aberdeen Asset Management haben dem Zusammenschluss der beiden schottischen Vermögensverwalter mit großer Mehrheit zugestimmt.

23.06.2017 - 09:2623.06.17 - 09:32
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Die Fusion von Aberdeen AM und Standard Life Investments wird voraussichtlich im August 2017 abgeschlossen sein
Die Fusion von Aberdeen AM und Standard Life Investments wird voraussichtlich im August 2017 abgeschlossen sein© Getty Images

Die Aktionäre der Versicherungsgruppe Standard Life aus dem schottischen Edinburgh haben auf ihrer jüngsten Hauptversammlung der Fusion mit Aberdeen Asset Management mit großer Mehrheit zugestimmt: 98,6 Prozent votierten für den Zusammenschluss. Bei Aberdeen sprachen sich 95 Prozent der Aktionäre für die Verschmelzung aus. Die Unternehmen werden künftig unter dem Namen „Standard Life Aberdeen“ firmieren.

„Unser Zusammenschluss mit Aberdeen Asset Management wird zu den bedeutendsten Ereignissen in unserer nahezu 200-jährigen Geschichte zählen und stellt einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung einer breit diversifizierten World-Class Investment Company dar“, kommentiert Gerry Grimstone, Chairman von Standard Life, die Abstimmung.

„Die Aktionäre erkennen die strategische und finanzielle Logik der Transaktion an, die den größten aktiven Asset Manager Großbritanniens und einen der Top 25 weltweit schafft“, ergänzt Simon Troughton von Aberdeen Asset Management.

Neuer Fondsriese für Europa

Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden in Großbritannien müssen den Zusammenschluss noch genehmigen. Der Prozess verlaufe aber planmäßig und werde voraussichtlich am 14. August abgeschlossen, so Gerry Grimstone.

Mit der Verschmelzung entsteht einer der größten Fondsanbieter Europas mit einem Anlagevolumen von 660 Milliarden britischen Pfund (764 Milliarden Euro). Die Fusion ist der jüngste Schritt, mit dem die sogenannten aktiven Fondsmanager darauf reagieren, dass sich immer mehr Anleger kostengünstigen, passiven ETFs zuwenden.