Aktieninvestments Bessere Performance mit ungleichen Stimmrechten

Wer zahlt, bestellt? Der alte Kaufmannsspruch gilt bei Aktiengesellschaften nur bedingt. Bei einigen der bekanntesten und erfolgreichsten Unternehmen sind die Stimmrechte ungleich verteilt. Eine Studie des Indexanbieters MSCI beweist, dass dieses Zwei-Klassen-Stimmrecht ein Erfolgsfaktor sein kann.

03.05.2018 - 13:2703.05.18 - 14:29
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Börsengang von Spotify an der Wallstreet: Viele Gründer sichern sich Mehrheit der Stimmrechte
Börsengang von Spotify an der Wallstreet: Viele Gründer sichern sich Mehrheit der Stimmrechte© Getty Images

„Neue Investoren werden voll teilhaben an der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung von Google. Aber sie werden kaum die Möglichkeit haben, mit ihren Stimmrechten die strategischen Entscheidungen des Unternehmens zu beeinflussen.“ Das schrieben die Google-Gründer Larry Page und Sergei Brin in ihrem berühmten IPO-Brief zur Börseneinführung im Jahr 2004. Fast 15 Jahre später hält die heftige Diskussion über begrenzte Stimmrechte für bestimmte Anteilseigner an.

Gründer sichern sich oft Super-Wahlrecht

Einige hoch gehandelte Technologiefirmen wie Dropbox, Spotify und Snap haben jüngst Aktien ausgegeben mit ungleichen Stimmrechten und haben damit Öl ins Feuer gegossen. So halten die Spotify-Gründer Daniel Ek und Martin Lorentzen rund 39 Prozent der Aktien. Gleichzeitig haben sie sogenannte „beneficiary certificates” entwickelt, die eine Art Super-Wahlrecht begründen, das nur die beiden innehaben können. Mit diesen „Zertifikaten“ plus ihren Aktien halten Ek und Lorentzen über 80 Prozent der Stimmrechte bei Spotify.

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