Alex Gitnik im Interview Warum Absolute-Return-Bond-Strategien in das Anleiheportfolio gehören

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Stete Performance in jedem Marktumfeld ist das Ziel des SLI Absolute Return Global Bond Strategies Fund. Alex Gitnik, Investment Director Fixed Income bei Standard Life Investments, erklärt wie dieses Ziel erreichbar ist und warum der Erfolg des Fonds nicht an der Verengung der Credit Spreads hängt.

07.06.2016, aktualisiert 19.07.2016 - 10:1119.07.16 - 10:11
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Alex Gitnik, Investment Director Fixed Income bei Standard Life Investments
Alex Gitnik, Investment Director Fixed Income bei Standard Life Investments

der fonds: Was ist der Vorteil von Absolute-Return-Strategien, die sich auf Anleihen fokussieren – auch gegenüber den flexibleren Multi-Asset-Lösungen?

Alex Gitnik: Absolute-Return-Bond-Strategien können eine sehr gute Wahl für ein Anleiheportfolio sein. Sie bieten Diversifikation, eine niedrige Volatilität und unkorrelierte Erträge. Im Vergleich zu Multi-Asset-Lösungen bergen sie häufig niedrigere Risiken und einen besseren Schutz in Abwärtsmärkten.

Wie gehen Sie bei der Titelauswahl vor?

Gitnik: Der Anlageprozess folgt einem Top-down-Ansatz. Unsere makroökonomische Analyse ist die Basis für unsere Entscheidungen. Ins Portfolio gelangen rund 20 bis 30 individuelle Investmentideen aus dem gesamten Anlageuniversum. Jede dieser Strategien soll über 18 bis 24 Monate einen positiven Ertrag liefern. Wir beobachten kontinuierlich und sehr streng alle Engagements, jede einzelne Position kann jederzeit verändert oder geschlossen werden. Zusammengefasst: Wir bauen ein wirklich diversifiziertes Anlageportfolio basierend auf unseren fundamentalen Makro-Einschätzungen.

Wie stellen Sie diese Diversifizierung sicher?

Gitnik: Unser Ziel ist es, Strategien auszuwählen, die ein sehr hohes Liquiditätsniveau bieten und das Potenzial haben, einen signifikanten Performancebeitrag zu leisten, selbst wenn sich unsere Einschätzung der Zukunft als falsch erweist. Wenn einige Strategien sich nicht so gut wie erwartet entwickeln, dürften sich andere besser beweisen – und die Portfolioziele können so immer noch erreicht werden. Wir stellen zudem mithilfe verschiedener Instrumente zur Risikokontrolle sicher, dass der Fonds nicht zu abhängig von einem einzigen Risiko ist, etwa dem Kreditrisiko, um einen absoluten Ertrag zu erzielen. Üblicherweise begrenzen wir den Anteil eines Risikos am gesamten undiversifizierten Anlagerisiko auf 40 Prozent.

Kommen wir zu Ihren Makro-Einschätzungen. Welche Themen spielen Sie zurzeit im Portfolio?

Gitnik: Zu unseren wichtigsten Themen zählen zum Beispiel die zunehmende Erholung der US-Wirtschaft, der Abschwung in Asien und anhaltende strukturelle Probleme, die das Wachstum in der Eurozone beinträchtigen.