Alexander Heidenfelder im Interview „Bei der Asset-Wahl gibt es keine Grenzen“

Bei den Managern des „jungen“ Aberdeen Multi Asset Income Fund stehen alternative Anlagen wie Immobilien oder Infrastruktur-Werte ganz oben auf der Investment-Liste. Alexander Heidenfelder, Senior Business Development Manager bei Aberdeen, spricht im Interview über die Gründe – und die Kernmärkte.

12.04.2016, aktualisiert 13.04.2016 - 17:0213.04.16 - 17:02
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Alexander Heidenfelder, Senior Business Development Manager bei Aberdeen
Alexander Heidenfelder, Senior Business Development Manager bei Aberdeen© Aberdeen

In Ihrem Multi Asset Income Fund spielen alternative Investments eine wichtige Rolle. Warum?

Alexander Heidenfelder: Anleger, die Geld in Multi-Asset-Fonds stecken, wollen den schwankenden Finanzmärkten ausweichen und über einen längeren Zeitraum stabile Erträge erzielen. Diesen zentralen Wunsch erfüllen Fondsmanager am sichersten, indem sie das zur Verfügung gestellte Kapital möglichst breit streuen. Wenn Aktien- und Anleihen parallel in den Keller rauschen, können wir immer noch auf Immobilien- und Infrastrukturwerte zählen.

Wie sind Aktien, Anleihen und Alternatives aktuell im Fonds gewichtet?

Heidenfelder: Das ist flexibel. Anleihen besetzen derzeit 50 Prozent der Positionen im Portfolio. Aktien sind mit knapp 30 Prozent vertreten. Der Rest entfällt auf alternative Anlagen wie Sachwerte, Infrastruktur oder Immobilien.

Was unterscheidet Ihren Fonds von der Konkurrenz?

Heidenfelder: Dem Management sind bei der Wahl der Assets keine Grenzen gesetzt. Sie können so flexibler in den einzelnen Bereichen investieren.

Was heißt das genau?

Heidenfelder: Der Anteil einer jeden Anlageklasse, z.B. der Aktienantiel kann zwischen 0 und 100 Prozent liegen. Mit Anleihen und allen anderen Assets verfahren wir genauso.

Erhöht diese Strategie nicht das Risiko für Anleger? Schließlich weiß niemand, wie die einzelnen Asset-Klassen letztendlich gewichtet werden.

Heidenfelder: Nein, die Strategie macht den Fonds für Anleger nicht riskanter. Ganz im Gegenteil: Wenn wir unseren Managern vorschreiben und immer zum Beispiel einen Mindestanteil Aktien oder Anleihen zu halten, müssen sie ja auch investieren, wenn die Kurse fallen. Dann geht viel Kapital verloren. Ein schönes Beispiel ist die Baisse im August 2015: Fondsmanager, die viele Aktien halten mussten, hatten das Nachsehen. Der andere Fall ist auch problematisch: Wenn wir Obergrenzen für Aktien einführen, nehmen wir Fondsmanagern die Chance, in guten Zeiten Gewinne zu maximieren.