AllianceBernstein Mit 120 Milliarden in Multi-Asset-Produkten ist für alle Anleger was dabei

Der börsennotierte Vermögensverwalter AllianceBernstein (AB) hat sich unter anderem mit aktiv gesteuerten Fonds einen Namen gemacht. Auf dem FundForum International in Berlin haben wir mit David Hutchins, Leiter des AB Multi-Asset Solutions Business im Wirtschaftsraum Europa-Arabien-Afrika (EMEA), über dynamische Asset Allocation, Chancen in Schwellenmärkten, generelle Risiken und den heiklen Reiz der Côte d’Azur gesprochen.

26.06.2017 - 11:0426.06.17 - 11:11
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Demonstration in São Paulo gegen Brasiliens Präsidenten Michel Temer: Der entschieden dynamische Ansatz kommt AllianceBernstein-Anlegern in Drawdown-Phasen zugute
Demonstration in São Paulo gegen Brasiliens Präsidenten Michel Temer: Der entschieden dynamische Ansatz kommt AllianceBernstein-Anlegern in Drawdown-Phasen zugute© Getty Images

der fonds: Herr Hutchins, welche Alleinstellungsmerkmale hat AB im Multi-Asset-Segment im Vergleich zum Wettbewerb?

David Hutchins: Hier sind drei Punkte zu nennen. Der erste und wichtigste Punkt ist derjenige, der sich am wenigsten nach Multi-Asset anhört. Es handelt sich hier um die Fähigkeit, passgenaue Investment-Lösungen für unsere Kunden anzubieten. Wichtig ist für uns die Kenntnis des individuellen Investmenthorizonts und des Risikobudgets. Wenn wir diese beiden Punkte kennen, können wir ein geeignetes Produkt empfehlen.

Ihre Kunden erhalten also genau das, was sie sich wünschen…

Hutchins: … ganz genau – und zwar mittlerweile über einen beachtlichen Zeitraum von mehr als 40 Jahren hinweg. Wir haben in der Arbeit für unsere High-Net-Worth-Kunden in den USA eine eindrucksvolle Expertise aufgebaut. Es ist ein bisschen wie bei einem guten Arzt: Kommt jemand mit Kopfschmerzen zu uns, wird nicht einfach nur Aspirin verschrieben, sondern wir wollen verstehen, was wirklich los ist.

Zweitens: Wir suchen nach einträglichen Renditequellen und wissen, wie die einzelnen Bausteine im Portfolio miteinander interagieren. 30 Investment-Profis mit jeweils langjähriger Erfahrung und 20 Associates arbeiten bei uns im Multi-Asset-Team in der ganzen Welt. Wir brauchen richtig gute Leute, weil es sich bei unserem Geschäftsmodell um „Big Business“ handelt: Ende Mai 2017 haben wir über verschiedene Asset-Klassen hinweg 512 Milliarden US-Dollar verwaltetes Gesamtvermögen betreut, rund 120 Milliarden US-Dollar davon in Multi-Asset. Damit sind wir auch einer der größten Multi-Asset-Anbieter, von dem viele potenzielle Privatanleger noch nichts gehört haben. Das hängt damit zusammen, dass traditionell die meisten Zuflüsse von institutionellen Investoren kommen.

Und der dritte Punkt?

Hutchins: Die ausgesuchte Kundenorientierung und die genaue Kenntnis der Renditequellen wird durch unsere erprobte strategische und dynamische Asset Allocation abgerundet. Die Strategie bewirkt dabei die Rendite, während das dynamische Eingreifen die möglichen Risiken abmildert. Der entschieden dynamische Ansatz kommt unseren Anlegern in Drawdown-Phasen zugute. Es gilt: Wenn die beiden äußeren Komponenten stimmen, fällt die Steuerung der mittleren Komponente, also die Asset Allocation, leichter.

Welche Multi-Asset-Flaggschiffe sind AB am wichtigsten?

Hutchins: Es gibt eine ganze Flotte verschiedener Schiffe, die wir navigieren. Emerging Markets halten wir wieder für sehr aussichtsreich und haben hier den AB SICAV I-Emerging Markets Multi-Asset Portfolio (ISIN: LU0633140560) im Programm. Obwohl der Fonds ein aus Aktien und Anleihen konstruiertes Produkt ist, streben wir unter geringem Risiko dennoch Renditen an, die eher an einen reinen Aktienfonds denken lassen.