Anlage-Trends Schwellenländer rücken in den Fokus

Von Minus-Zinsen bis zum Brexit - zuvor Unvorstellbares ist zur harten Realität geworden. In dieser neuen Welt werden Schwellenländer überraschend zu einem Hafen für Anleger, sagt Michael Hasenstab, Investment-Chef der Templeton Global Macro Group, im Interview mit Bloomberg Television.

01.09.2016 - 18:1502.09.16 - 07:42
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Quelle: Bloomberg
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Michael Hasenstab, Investment-Chef der Templeton Global Macro Group, hat jahrelang fast alle seine Konkurrenten geschlagen, bis er bei Wetten auf den Yen und US-Treasuries falsch lag. Seine Vorliebe für Schwellenländer-Anlagen ist nicht neu aber nun geht er noch weiter und stellt die Emerging Markets in einen Kontrast zu den politischen Zwistigkeiten in Europa und den USA.

„Politisch sehen wir in den meisten Schwellenländern eine größere Stabilität als in den USA oder Europa, mit dem Anstieg von Populismus und Nationalismus vor dem Hintergrund von stagnierendem realen Einkommenszuwachs. Die meisten Schwellenländer befürworten weiterhin eher eine orthodoxe Politik, was unsere Investments sicherer macht.”

Michael Hasenstab, Investment-Chef der Templeton Global Macro Group

Erholung in Schwellenländern

Nach drei Jahren, die durch abnehmendes Wachstum und abwertende Währungen gekennzeichnet waren, erholen sich die Schwellenländer. Länder wie Argentinien und Brasilien führen Reformen durch, um das Vertrauen von Anlegern zurückzugewinnen. Die aufkommenden Anzeichen einer wirtschaftlichen Belebung haben dazu beigetragen, dass Rekord-Geldsummen in Schwellenländer fließen, da Investoren nach Alternativen zu Minus-Renditen in Europa und Japan suchen.