Anlagestrategie Langer Atem zahlt sich aus

Viele Sparer verschwenden zu viel Zeit damit, über einen möglichst günstigen Einstiegs- oder Verkaufszeitpunkt für den Aktienmarkt zu grübeln. Dabei zählt beim Vermögensaufbau vor allem Ausdauer. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin. Ihr Fazit: Geldanlage ist ein Marathon, kein Sprint

23.05.2016 - 17:3124.05.16 - 09:26
|
Von: 
|
|

Den richtigen Zeitpunkt zu treffen, um an der Börse zu kaufen oder zu verkaufen, ist vielen Anlegern ein Mysterium. Dabei sollten sie gar nicht so viel darüber nachdenken. Denn kurzfristig auf Börsentrends aufzusatteln, erweist sich ohnehin schwieriger als gedacht. An der Börse wird weder zum Einstieg noch zum Ausstieg geklingelt.

Mehr noch: Sich von Stimmungen leiten zu lassen, führt oftmals in die Irre. Wer in der Euphorie Wertpapiere kauft und bei Unsicherheit verkauft, kauft teuer und verkauft zu niedrigen Kursen – handelt also prozyklisch. Wer so vorgeht, riskiert es, sich zu verschätzen und in guten Phasen nicht investiert zu sein. Für einen dauerhaften Anlageerfolg ist es vielmehr entscheidend, dass die Sparer ihr Geld möglichst lange für sich arbeiten lassen. Kenner umschreiben diese Strategie verkürzt mit der Formel: „Time – not Timing.“

Auch Fondssparen verlangt Ausdauer

Wer die Mühen und das Risiko einer Direktanlage in Aktien scheut, kann Fonds kaufen, etwa über einen Fondssparplan. Auch hier macht sich ein langer Atem bezahlt: So brachten etwa Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland im Durchschnitt der letzten 25 Jahre eine Rendite von rund 7 Prozent pro Jahr.

Ein Fondssparplan hat zudem mehrere Vorteile; der Anleger kann damit quasi auf Autopilot schalten und antizyklisch handeln. Sind die Kurse niedrig, kauft er mehr Fondsanteile für sein Geld, sind die Kurse hoch, werden entsprechend weniger gekauft. Das führt langfristig zu einem relativ günstigen durchschnittlichen Kaufpreis, auch Durchschnittskosteneffekt genannt.