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Spannung auf dem Wasser

Impact Investing Auf die Wirkung kommt’s an

Innovative Lösungen sind gefragt: Anleger wollen mit ihren Investments immer stärker zum Erreichen konkreter Nachhaltigkeitsziele beitragen. Das berichtet Masja Zandbergen von Robeco mit Blick auf eine steigende Nachfrage nach wirkungsorientierten Investments.

25.02.2021 - 14:48 Uhr | in News

Anleger wollen mit ihren Investments ganz konkret etwas in Richtung Nachhaltigkeit bewegen – das ist einer der Trends, die Masja Zandbergen, Head of Sustainability Integration bei Robeco, im vergangenen Jahr beobachtet hat. „Wir sehen immer stärker, dass unsere Kunden positive Wirkungen erzielen und neben finanziell bedeutsamen Punkten auch auf Aspekte achten wollen, die in sozialer und ökologischer Hinsicht zählen. Die Bekämpfung des Klimawandels und das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen sind vielen von ihnen wichtig“, sagt Zandbergen mit Blick auf das rasch wachsende verwaltete Vermögen in Sustainability-Focused und Impact-Investing-Strategien.

„Ende 2020 übertraf das verwaltete Vermögen in wirkungsorientierten Impact-Investing-Strategien zum ersten Mal das in nachhaltigkeitsorientierten Sustainability-Focused-Strategien“, erklärt Zandbergen. Als Hauptgrund für diese Entwicklung sieht sie das Kundeninteresse an wirkungsorientierten Rentenmarktfonds. Dazu gehören SDG-konforme Unternehmensanleihestrategien, grüne Anleihefonds und die im Dezember aufgelegten Paris-aligned-Fixed-Income-Strategien, die ihren Fokus auf den Kampf gegen die Erderwärmung legen.

Zandbergen zufolge werden außerdem themenbezogene Strategien nachgefragt, die mit innovativen Lösungen in den Sektoren saubere Energie, Infrastruktur und Transport gegen den Klimawandel vorgehen: „Nach der Ankündigung der Europäischen Kommission, im Rahmen ihres ‚Green Deals‘ nachhaltig wirtschaftende Unternehmen aktiv zu unterstützen, sowie im Vorfeld des Regierungswechsels in den USA stellten wir eine starke Zunahme der Nachfrage nach entsprechenden Produkten fest.“

Drei wesentliche Erkenntnisse aus dem Kundendialog

Ende 2020 und Anfang 2021 tauschte sich Robeco mit Kunden sowie institutionellen Investoren und Vertriebspartnern aus. „Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsfaktoren stehen fest auf der Agenda der Vorstände. Es ist klar, dass ESG inzwischen im Mainstream angekommen ist“, resümiert Zandbergen. Die meisten Kunden hätten einen speziellen Ausschuss für Nachhaltigkeit und ESG eingerichtet, der die operative Verantwortung für die Umsetzung von ESG-Richtlinien trägt, während die letztendliche Verantwortung für die Festlegung von Richtlinien und die Beaufsichtigung weiter auf Vorstandsebene liege.

„Ausschlüsse und negative Screenings sind allgemein anerkannt, und neben regulierungsbedingter Nichtberücksichtigung von Herstellern umstrittener Waffen haben viele Kunden inzwischen auch wertbezogene Kategorien wie Tabak und Kohle auf ihre Ausschlusslisten gesetzt“, so Zandbergen. Die Anwendung finanziell wesentlicher Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien sei mittlerweile übliche Praxis; viele Kunden würden jetzt sogar für die Portfolio-Zusammensetzung zunehmend höhere Anforderungen mit Blick auf Nachhaltigkeitskennzahlen stellen.

Zandbergen fasst die zentralen ESG-Ambitionen in drei Punkten zusammen:

Klimawandel: Durch die Verkleinerung des CO2-Fußabdrucks zur Abschwächung des Klimawandels beitragen. „Einige unserer Kunden haben sich ausdrücklich zur Klimaneutralität bis 2050 verpflichtet und damit begonnen, Paris-konforme Pfade für ihre CO2-Emissionen zu konzipieren.“

Weiterer Ausbau der ESG-Integration: Die Anforderungen an die Integration finanziell wesentlicher ESG-Kriterien in Anlagestrategien werden höher. „Viele Kunden haben darauf hingewiesen, dass sie einheitlichere ESG-Daten von höherer Qualität benötigen, um ihre Portfolios zuverlässiger überwachen zu können.“

Impact Investing: Die Kunden gehen zunehmend zu wirkungsorientiertem Investieren über. Dabei bieten die 17 SDGs einen geeigneten Rahmen, um Ziele mit potenziellen Anlagelösungen in Einklang bringen zu können. „Auch wenn der Klimawandel mit Abstand höchste Priorität genießt, hat die Covid-19-Krise auch soziale Fragen wie Arbeitnehmerrechte und Chancengleichheit stärker ins Blickfeld gerückt.“

Zandberger betont: „Da ESG jetzt im Mainstream angekommen ist, können wir uns auf mehr Kenntnisse, Research und Daten sowie Zusammenarbeit in vielen Bereichen der nachhaltigen Geldanlage freuen. Und das ist auch dringend nötig.“