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Kurstafel der Madrider Börse

Kosten von Fonds und ETFs Auf diese Gebühren sollten Anleger achten

Breite Risikostreuung, einfache Handhabung und vielversprechende Renditemöglichkeiten: Fonds und ETFs gelten als beliebte Anlagemöglichkeit und Baustein der privaten Altersvorsorge. Sicherheit und Performance haben allerdings ihren Preis. Diese Gebühren sollten Anleger im Blick behalten.

05.05.2021 - 12:55 Uhr | in News

Bei der Geldanlage kommt es neben den Risiken vor allem auf die Rendite an – das gilt natürlich auch bei Investments mit Fonds und ETFs. Wie hoch der Ertrag ausfällt, hängt aber nicht alleine von der Wertentwicklung der Wertpapiere ab, in die das Fondsmanagement das Geld angelegt hat. Anleger sollten immer auch die Gebühren berücksichtigen, die für sie bei einem Investment fällig werden. Ein Beispiel: Bei einer Investition von 10.000 Euro in einen thesaurierenden Fonds mit 1 Prozent jährlicher Gebühren und einer durchschnittlichen Rendite von 7 Prozent pro Jahr würde das Vermögen im Laufe von zehn Jahren um 7.900 Euro wachsen. Bei jährlichen Kosten von 2 Prozent beträgt der Vermögenszuwachs im gleichen Zeitraum dagegen nur knapp 6.300 Euro – ein Unterschied von 1.600 Euro.

Wir erläutern, welche Gebühren auf Fonds- und ETF-Anleger zukommen können.

Vergleichbarkeit durch Netto-Wertentwicklung

Gleich zu Beginn, beim Kauf eines Fonds, wird die Vertriebsprovision, auch bekannt als Ausgabeaufschlag, fällig. Diese beträgt bei Rentenfonds oftmals etwa 3 Prozent, bei Aktienfonds sind es rund 5 Prozent. Je nach Fonds kann es aber auch mehr oder weniger sein. Bei einigen Online-Banken oder Fondsvermittlern können diese Gebühren sogar komplett wegfallen, was den Fonds je nach Anlagebetrag deutlich günstiger macht. Zum einmaligen Ausgabeaufschlag kommen die jährlich anfallenden Kosten eines Investmentfonds, die in der Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote, kurz: TER) zusammengefasst werden. Das ist die wichtigste Zahl für Anleger: Hier erfährt er auf einen Blick, welche Gebühren jedes Jahr anfallen. Sie beinhaltet beispielsweise die Managementgebühr, Kosten für die Depotbank, Wirtschaftsprüfer, Anwälte sowie der Erstellung des Jahresberichts. Der Ausgabeaufschlag und die jährlich anfallenden laufenden Kosten werden für jeden Fonds auch in unserem Fondsexplorer aufgeführt:

Quelle: Fondsexplorer

Die in der TER enthaltene Managementgebühr, oft auch Verwaltungsvergütung genannt, wird manchmal auch einzeln aufgeführt. Sie wird in Prozentpunkten auf Jahressicht angegeben und liegt je nach Art des Fonds in der Regel zwischen 0,8 und 2,5 Prozent. Die Verwaltungsvergütung wird anteilig und ratierlich direkt aus dem Fondsvolumen entnommen. Auf diese Weise beeinträchtigt sie die Wertentwicklung des Investmentfonds. Zur besseren Vergleichbarkeit wird deshalb meist die Netto-Wertentwicklung eines Fonds angegeben, bei der die Verwaltungsvergütung bereits abgezogen ist. Das gilt auch für unseren Fondsexplorer.

Zusätzlich zu den in der TER enthaltenen Gebühren kann bei einigen Fonds eine Performance-Fee anfallen. Um diesen Bonus zu erhalten, muss der Fondsmanager eine vorher festgelegte Mindestrendite erzielen, die anhand der Anlagestrategie festgelegt und im Fondsprospekt sowie in den wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) aufgeführt wird. In den wesentlichen Anlegerinformationen des Structured Solution SICAV – Next Generation Resources Fd A von Heydt Invest SA (ISIN: LU0470205575), der mit einer Rendite von 234 Prozent auf Jahressicht zu den renditestärksten im Bereich Aktien international gehört, ist beispielsweise eine Performance-Fee von 20 Prozent aufgeführt.

Quelle: von der Heydt Invest SA

Die in der TER enthaltenden Gebühren, Performance-Fee sowie Transaktionskosten werden in der  All-in-Fee zusammengefasst, zu der dann in der Regel nur noch eventuelle Ausgabeaufschläge beim Kauf hinzukommen. Übrigens: Ob beim Verkauf kosten anfallen, kommt darauf an, ob die Fondsanteile direkt bei der Fondsgesellschaft oder über die Börse erworben wurden. Im ersten Fall lassen sie sich gratis zurückgeben, im zweiten wird eine Handelsplatzgebühr fällig.