Universal-Investment-Umfrage Auf dieses Portfolio setzen Investmentprofis 2022

Soll ich mehr Aktien kaufen? Wie sinnvoll sind Anleihen im Niedrigzinsumfeld? Und welche Rolle spielen Kryptowährungen in einem ausgewogenen Depot? Die aktuelle Umfrage von Universal-Investment zeigt, worauf unabhängige Vermögensverwalter 2022 setzen und was sie Privatanleger:innen raten.

17.12.2021 - 13:0017.12.21 - 13:16
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in  Fonds
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Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center in New York
Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center in New York: Unabhängige Vermögensverwalter raten dazu, 2022 noch stärker auf die USA zu schauen und empfehlen für das Land eine Depotgewichtung von rund 36 Prozent © Imago Images / Levine-Roberts

Mehr Aktien, eine höhere Gewichtung von Industrieländern und Krypto als Beimischung: Privatanleger:innen sollten 2022 auf ein breit gestreutes Portfolio mit hohem Aktienanteil setzen, das mit Renten, Immobilien, Edelmetallen und auch Kryptowährungen ergänzt wird. Das geht aus der zehnten Vermögensverwalter-Befragung der Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal-Investment hervor, bei der 30 Finanzdienstleister Auskunft über ihre Präferenzen für das kommende Jahr geben.

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Dabei wird deutlich, dass die unabhängigen Vermögensverwalter noch stärker als im Vorjahr auf Aktien setzen, wobei Papiere aus den Industrieländern besonders gefragt sind. Den Expert:innen zufolge sollte knapp die Hälfte des Depotvermögens in Industrieländeraktien angelegt sein, während der Anteil der Schwellenländer bei gerade einmal 12 Prozent liegt.

Geht es nach den Vermögensverwaltern, sollte der Anleiheanteil der Portfolios darüber hinaus noch weiter reduziert werden. Während die Mehrheit von ihnen 2021 noch auf einen Anteil von etwa 16 Prozent setzte, sieht die Allokation für 2022 nur noch 12 Prozent Anleihen vor. Alexander Karbstein von Capitulum Asset Management betont, dass festverzinsliche Werte dennoch weiter eine Berechtigung haben: „Gerade, wenn die Kapitalmärkte zukünftig wieder rauer werden, gehört ein stabilisierender Rentenanteil in jedes gut diversifizierte Portfolio.“

Kryptowährungen gewinnen an Bedeutung – Schwellenländer weniger gefragt

Kryptowährungen spielen mit einem Anteil von 2 Prozent zwar noch eine untergeordnete Rolle – die Begeisterung der Expert:innen für die Blockchain-Technologie nimmt aber zu. Fast alle Vermögensverwalter raten zu einem kleinen Teil Kryptowährungen im Depot. Rund ein Viertel der Profis empfiehlt zudem Anlagen jenseits von Kryptowährungen, sogenannte tokenisierte Assets.

Hinsichtlich der Ländergewichtung raten die Fondsprofis für das kommende Jahr dazu, noch stärker auf die USA zu schauen, aber auch bei Assets aus Deutschland und dem restlichen Europa sollten Anleger:innen zugreifen. Eine Gewichtung von 36 Prozent in US-amerikanischen Papieren gilt laut Umfrage als ratsam (2021: 30 Prozent). Deutsche Titel sollten 17,6 Prozent (14,3 Prozent) des Depotvermögens ausmachen und europäische (ohne Deutschland) 23,6 statt 20 Prozent im Vorjahr. Bei China und den restlichen Schwellenländern setzen die Vermögensverwalter auf mehr Vorsicht und haben ihre Gewichtung bei chinesischen Anlagen von 12 auf 7 und bei Schwellenländer-Titeln von 11 auf 9,5 Prozent reduziert.

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Bei Themen- und ESG-Investments sind die Expert:innen gespaltener Meinung. Während die einen sie für zukunftsträchtig halten, sehen andere in ihnen ein Modethema, das keinerlei zusätzlicher Aufmerksamkeit bedarf.

Hinweis: Es handelt sich hierbei um keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung. Die Geldanlage am Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden. Aus Wertentwicklungen in der Vergangenheit lässt sich nicht auf künftige Wertentwicklungen schließen.