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Stromer wird aufgeladen

Infrastruktur für E-Autos Ausbau von Ladesäulen kommt schleppend voran

Laden muss überall und jederzeit möglich sein, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung. Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen auf klimafreundliche Elektroautos umsteigen. Doch der Ausbau entsprechender Ladesäulen kommt nur langsam voran.

16.03.2021 - 13:04 Uhr | in Infografiken

Der Ausbau von Schnell- und Standard-Ladepunkten für E-Autos kann in Deutschland nicht Schritt halten mit den steigenden Neuzulassungen. Das zeigt die Statista-Grafik auf Grundlage von Daten des European Alternative Fuels Observatory.

Kamen 2018 noch sechs Stromer auf einen Ladepunkt, sind es 2020 mittlerweile 13 Autos je Ladesäule. Grund für die Entwicklung sind die stark gestiegenen Zulassungszahlen. 2020 wurde in Deutschland ein neuer Rekordwert erreicht: Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte, gab es im vergangenen Jahr 446.756 Neuzulassungen von Pkw mit Hybrid-Antrieb – das sind fast 208.000 Fahrzeuge mehr als im Vorjahr.

„Da ein Großteil aller Ladevorgänge daheim stattfinden wird, fördern wir bei Mietern, Eigenheimbesitzern und Vermietern den Einbau privater Ladestationen mit 900 Euro Zuschuss vom Bund“, so Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Die Bundesregierung unterstützt den Kauf und die Installation sogenannter Wallboxen mit insgesamt 200 Millionen Euro.

In Deutschland sollen bis 2030 insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen, 50.000 davon waren schon bis 2020 geplant. Experten empfehlen, beim Ausbau der Infrastruktur nicht nur auf die absolute Zahl der Ladepunkte zu schauen. Auch die Ladeleistung, das Ladeverhalten der Nutzer und technische Neuerungen müssten berücksichtigt werden.