Ausblick in unruhigen Zeiten„Jetzt schützt aktives Management das Portfolio“

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Die Geldpolitik bleibt straff, die Zinsen niedrig und die Volatilität weiterhin hoch – das fordert laut Schroders verstärkt dynamisch gemanagte Strategien. Vor allem dividendenstarke Aktien und Hochzinsanleihen bieten Chancen, Risiken zu kontrollieren.

22.12.2015 - 12:58 Uhr22.12.15 12:58
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Aymeric Forest, Head of Multi Asset Investments Europe bei Schroders
Aymeric Forest, Head of Multi Asset Investments Europe bei Schroders© Schroders

„Die Nachfrage nach einkommensorientierten Anlagen bleibt ungebrochen“, so Aymeric Forest, Head of Multi Asset Investments Europe bei Schroders. Allerdings belastet die Aufwertung des Dollars nicht nur die Liquidität, sondern auch die zinsanfälligen Anlageklassen. Zudem haben sich die Zinssätze genau in dem Moment normalisiert, als in den USA und Europa die Inflationserwartungen zurückgingen. Wenn nun Realrenditen steigen, muss auch das Wachstum stark genug sein, um diesen negativen Effekt auszugleichen, so die Analyse. Eine Entwicklung, die für ein äußerst unruhiges Umfeld im Jahr 2016 spricht. Eine Ära, in der Bewertungen als Garantie für erfolgreiche Anlagestrategien nicht mehr ausreichen.

Schwenkt die Fed wieder um?

Auch die divergierenden globalen Konjunkturzyklen zwischen den einzelnen Regionen werden sich kaum abschwächen. Unterschiedliche Wechselkurse und Notenbankpolitik sind die Gründe. Dieses immer enger geschnürte Anlagekorsett erfordert ein immer aktiveres Management der Risiken. Schroders setzt aktuell auf Europa und Japan – denn beide Regionen profitieren von einer lockereren Geldpolitik. Zudem ist Europa dank seiner schwächeren Währung im Auftrieb.

Zurückhaltung ist hingegen auf dem US-Markt und in Schwellenländern geboten. Aufstrebende Märkte leiden nicht nur unter dem Druck des starken Dollars, sondern auch unter der ungewissen Konjunkturentwicklung in China. Zeichen für eine Flaute in der US-Fertigungsindustrie sowie die Unsicherheit über weitere Zinsschritte oder ein Umschwenken der Fed beunruhigen Investoren zusätzlich.

Einstieg in dividendenstarke Titel

Was heißt das für Multi Asset Anleger? Sollte sich die Geldpolitik weiter straffen, sinken auch die Renditeerwartungen zusehends. „Das zwingt Anleger, sich nicht nur auf die Gesamtrendite zu konzentrieren – auch dynamisch gemanagte Strategien rücken in den Fokus“, erkennt Forest. Er setzt daher auf Aktien mit starken Dividenden. Gerade die regelmäßigen und soliden Mittelflüsse sind als defensive Alternative interessant. Zwar haben sich Dividendentitel in den letzten zwei Jahren schlechter entwickelt als der Durchschnitt – gerade das macht den Einstieg aber jetzt interessant.

Hochzinsanleihen sind ein weiterer Renditeträger. Hier kommt es allerdings besonders auf die Titelauswahl an. Aufgrund der hohen implizierten Ausfallrate und der attraktiven Renditen gehören sie 2016 zu den favorisierten Titeln im Rentenbereich.

Trotz der steigenden Korrelation zwischen Aktien und Renten glaubt Schroders weiterhin an die Absicherungskraft von Anleihen im Multi Asset Portfolio. Zwar sei der balancierende Effekt gesunken. „Renten tragen aber immer noch dazu bei, ausgewogene Depots bei Aktieneinbrüchen zu schützen“, so Forest. „Staatsanleihen bieten derzeit keine attraktiven Renditen  – sie dürften allerdings auch nicht außer Kontrolle geraten. Hiervon könnten aktiv gemanagte einkommensorientierte Strategien primär profitieren.“