Ausgewogen investieren in turbulenten Marktphasen„Wir verstehen uns zuallererst als Risiko-Manager“

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Liegt derzeit in der Ruhe die Kraft? Oder im Aktionismus? Anlage-Entscheidungen in volatilen Märkten erfordern besonderes Kalkül. Investment Analyst Daniel Lösche erklärt, wie die Multi-Asset-Fonds von Schroders schwankungsintensive Marktphasen meistern. Zudem verrät der Experte, warum pendelnde Kurse auch ganz besondere Chancen bieten können.

23.03.2016 - 17:32 Uhr23.03.16 17:32
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Turbulente Marktphasen können auch Chancen bieten
Turbulente Marktphasen können auch Chancen bieten© Fotolia

Wie eine Fahrt in der Achterbahn startete das Jahr an den Finanzmärkten. Der MSCI World verlor in den ersten 15 Handelstagen rasant: 8,72 Prozent büßte der Index, der die wichtigsten 23 entwickelten Aktienmärkte weltweit abbildet, bis zum 21. Januar ein. Dann ging es wieder aufwärts – und bis Mitte März konnte der MSCI World die vorherigen Verluste beinahe vollständig wettmachen.

Dauerhafte Beruhigung nicht absehbar

„Die Zentralbank-Interventionen haben zuletzt zu der hohen Volatilität beigetragen“, erläutert Daniel Lösche. Aber warum greifen die Maßnahmen ausgerechnet dieser Institutionen, die doch eigentlich auf Stabilität ausgerichtet sein sollten, heute nicht mehr so gut wie früher?

Nach ihrer zuvor ultraexpansiven Geldpolitik ist die US-amerikanische Fed inzwischen dazu übergegangen, tendenziell Geld aus dem Markt herauszuziehen. Zudem haben sich die Wachstumsaussichten für die Realwirtschaft fast überall auf der Welt reduziert. „Diese Kombination ist Gift für die Märkte – und sie führt zu starken Schwankungen der Kurse“, analysiert Lösche. „Da sich an dieser Konstellation zudem so schnell nichts ändern wird, rechnen wir auch für die Zukunft mit hoher Volatilität.“

Risiken fest im Blick

Um den zunehmenden Schwankungen Herr zu werden, nutzen die Multi-Asset-Fonds von Schroders entgegengesetzte Wechselwirkungen verschiedener Anlageklassen. Das bedeutet, die Experten setzen bevorzugt auf solche Titel, die sich als Reaktion auf externe Impulse in verschiedene Richtungen bewegen – und somit zusammengenommen die Volatilität glätten.

„Bei unserer Werte-Allokation geht es weniger darum, unterschiedliche Anlageklassen im traditionellen Sinne miteinander zu kombinieren. Stattdessen differenzieren wir ihre Risiken gegeneinander aus“, so Lösche. Die früher bewährte Kombination von Aktien plus Anleihen plus Gold zum Beispiel stellt für den Experten diesbezüglich keine gute Allokation mehr dar.

„Wir verstehen uns jedoch zuallererst als Risiko-Manager“, erklärt Lösche. Daher geht bei Schroders die Risiko-Allokation stets mit der Anlage-Allokation einher. Das bedeutet, die Multi-Asset-Fondsmanager diversifizieren nicht nur in verschiedene Assets, sondern achten gleichzeitig insbesondere darauf, dass diese nicht den gleichen systemischen oder wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt sind und sie daher unterschiedlich korrelieren.