Besser mischen Die Welt der Multi Asset Fonds

Multi Asset Fonds werden heute gerne als Wunderkind der Finanzwelt gehandelt. Doch was genau verbirgt sich dahinter und wo liegt der Unterschied zu Mischfonds?

09.10.2015, aktualisiert 17.11.2015 - 09:3617.11.15 - 09:36
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Es ist schwierig zu sagen, wann der Begriff des Multi Asset Fonds aufkam. Die Ursprünge dürften aber in der Finanzkrise 2008 liegen.

Bis dahin war die Welt eines Anlegers einfach: Ein gut gemischtes Portfolio aus Anleihen brachte stets einen sicheren Ertrag, der über der Inflationsrate lag. Erinnert sei hier etwa an eine Lieblingsanlage der Deutsche, den Bundesschatzbrief. Wer etwas mehr gewinnen wollte, nahm Aktien für den Rendite-Kick hinzu. Mischfonds brauchten diese Komponenten je nach Risikoneigung nur zu mischen, um Erfolge zu verzeichnen.

Auf negative Korrelationen von Aktien und Anleihen gebaut

Dabei nutzten sie auch einen bestimmten Effekt: In Krisenzeiten bewegten sich die Kurse von Aktien und sicheren Anleihen gegenläufig. Knallte es am Aktienmarkt, flohen Anleger rund um den Globus in sichere Anleihen und ließen deren Kurse steigen.

Und umgekehrt. Negative Korrelation nennt man es, wenn Kurse sich gegenläufig bewegen.

Nur erwarteten nicht wenige Anleger, dass Aktien auch mit hochwertigen Unternehmensanleihen negativ korreliert sind. Dass in Krisenzeiten auch sie als sichere Häfen gesucht würden. Also warfen sie vor 2008 zunehmend Staatsanleihen aus den Portfolios und tauschten sie gegen die höher verzinsten Unternehmensanleihen.