Eyb & Wallwitz-Podcast „Bitcoin ist die Weiterentwicklung von Gold“

Gehört dem digitalen Geld, also Kryptowährungen wie dem Bitcoin, die Zukunft? Oder überwiegen doch die Vorteile von Gold? Diese und weitere Fragen diskutieren Kristina Bambach, Johannes Mayr und Andreas Fitzner in der aktuellen Podcast-Folge von Eyb & Wallwitz mit dem Devisenexperten Manuel Andersch von der BayernLB.

25.08.2021 - 16:0025.08.21 - 19:17
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Junge Frau hebt Geld an einem Bitcoin-Automaten ab
Junge Frau hebt Geld an einem Bitcoin-Automaten ab: Als erstes Land der Welt will El Salvador die Kryptowährung als gesetzliches Zahlungsmittel einführen© IMAGO / ZUMA Wire

Was sind die Kerneigenschaften von Kryptowährungen und wo liegt ihr größtes Potenzial? „Der Bitcoin bedeutet im Prinzip für jeden etwas anderes“, erklärt Devisenexperten Manuel Andersch von der BayernLB. „Auf der einen Seite geht es für Europa und die USA vor allem um die Suche nach einer verlässlichen Wertaufbewahrung – ähnlich wie beim Gold. Auf der anderen Seite geht es beispielsweise in Lateinamerika insbesondere darum, dass die Menschen überhaupt einen Zugang zum internationalen Finanzsystem bekommen.“ Ein Beispiel: Das zentralamerikanische Land El Salvador hatte angekündigt, die Kryptowährung als offizielles Zahlungsmittel einzuführen.

Als Nachteile des Bitcoins werden neben der fehlenden Skalierbarkeit der Transaktionen häufig auch der hohe Stromverbrauch genannt. Sind das ernsthafte Probleme? „Man muss sich vor Augen halten, dass der Energieverbrauch im Grunde genommen erst einmal ein Feature ist. Die Grundlage des Ganzen ist, dass man Zensurresistenz haben möchte. Das bedeutet: Die auf der Blockchain hinterlegten Daten können nur mit hohen Energiekosten verändert werden“, erklärt Andersch. Die Frage sei nur, wie viel Energie dafür notwendig ist beziehungsweise wie viel Energie man bereit ist, dafür zu investieren.

Leichter verifizieren und transportieren

Ist Gold als Wertaufbewahrungsmittel also doch besser geeignet? „Der Bitcoin ist die Weiterentwicklung von Gold, weswegen die Kryptowährung auch häufig als digitales Gold bezeichnet wird“, sagt Andersch. Die Weiterentwicklung definiere sich über die Verifizierbarkeit. „Bitcoins lassen sich viel einfacher verifizieren als Gold“, erläutert Andersch. Hinzu komme, dass Bitcoins sich wesentlich einfacher transportieren lassen als Gold – innerhalb kürzester Zeit einmal um den gesamten Globus.

Nicht vergessen dürfe man allerdings die 180-Tage-Volatilität. Bei Gold liegt diese bei 13 Prozent, beim Bitcoin dagegen bei satten 68 Prozent. Ist das nicht etwas zu viel? Und kann der Bitcoin dem Gold langfristig den Rang ablaufen? Diese und weitere spannende Fragen werden im aktuellen Podcast von Eyb & Wallwitz diskutiert. Jetzt reinhören!