Kryptowährungen Bitcoin verbraucht mehr Strom als die Schweiz

Die Nachfrage nach Bitcoin stieg in den vergangenen Wochen massiv . Gut für den Kurs, schlecht für die Umwelt: Die Erschaffung der digitalen Währung verbraucht massiv Energie.

18.02.2021, aktualisiert 23.02.2021 - 09:4023.02.21 - 09:40
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Bitcoin-Farm in China
Bitcoin-Farm in China: Steigende Kurse ziehen neue Bitcoin-Schürfer an, was den Stromverbrauch weiter in die Höhe treibt© IMAGO / VCG

Der ökologische Fußabdruck des Bitcoins ist enorm: Laut Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index verbraucht die Kryptowährung derzeit 119 Terawattstunden Strom pro Jahr – und damit mehr als die Schweiz.

Von 219 der im CIA Factbook gelisteten Länder und Gebiete verbrauchen nur 30 mehr als die Digitalwährung, darunter Deutschland: Die Bundesrepublick liegt mit 537 Terawattstunden auf Platz sechs hinter China, den USA, Indien, Japan und Russland.

Im Fall des Bitcoins besteht hinsichtlich des tatsächlichen Energiebedarfs allerdings große Unsicherheit – die Untergrenze setzen die Analysten derzeit bei etwa 40, die Obergrenze bei 265 Terawattstunden. Zum Vergleich: Die für Bitcoin aufgewendete Energie könnte alle Teekessel in Europa für fast vier Jahre zum Kochen bringen oder alternativ die Cambridge University für 662 Jahre mit Elektrizität versorgen.