Bloomberg-Analyse US-Staatsanleihen steuern auf größten Verlust seit 20 Monaten zu

US-Staatsanleihen steht laut einer Bloomberg-Analyse der größte Kursrutsch der letzten 20 Monate bevor, was teilweise auf einen weltweiten Ausverkauf zurückzuführen ist. Dieser wurde durch Besorgnis der Anleger ausgelöst, dass die Zentralbanken allmählich eine Zinserhöhung einleiten.

31.10.2016 - 14:3831.10.16 - 15:19
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US-Staatsanleihen haben im Oktober 1,2 Prozent verloren – der größte Rückgang seit fast sechs Jahren, wie aus dem Bloomberg Barclays Global Aggregate Index hervorgeht.

Anfang November anstehende Zahlen zum verarbeitenden Gewerbe und zu Neueinstellungen dürften Spekulationen auslösen, dass die USA stark genug wachsen, so dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bis Jahresende die Zinsen anheben kann. Für die Sitzung am 2. November gehen Ökonomen indes davon aus, dass die US-Währungshüter ihre Politik nicht verändern.

Höhere Zinsen ab Dezember?

„Ich erwarte bei US-Staatsanleihen einen Anstieg der Renditen. Die US-Wirtschaft entwickelt sich besser als der Rest der Welt. Die Fed wird im Dezember die Zinsen anheben.”

Soniya Chen, Analystin für Staatsanleihen bei Hontai Life Insurance in Taipeh