BoJ heizt japanisches Wachstum an Der Wal von Tokio wird immer fetter

Zwar gewinnt das Wirtschaftswachstum in Japan kräftig an Fahrt, die Bilanz der Bank of Japan (BoJ) bläht sich im Gegenzug jedoch immer weiter auf. Im April 2018 könnte eine Diät anstehen.

14.08.2017 - 16:2314.08.17 - 16:23
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Ein Weißwal in einem Freizeitpark in Yokohama bei Tokio: Die Bank of Japan kauft weiterhin Wertpapiere im Umfang von 80 Billionen Yen pro Jahr, umgerechnet 620 Milliarden Euro
Ein Weißwal in einem Freizeitpark in Yokohama bei Tokio: Die Bank of Japan kauft weiterhin Wertpapiere im Umfang von 80 Billionen Yen pro Jahr, umgerechnet 620 Milliarden Euro© Getty Images

Japans konjunkturelle Entwicklung hat im zweiten Quartal dieses Jahres so kräftig zugelegt wie seit 2015 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich von April bis Juni im Vorjahresvergleich um 4 Prozent, teilte die Regierung am Montag, 14. August, mit.

Firmeninvestitionen und Binnenkonsum stützen

Die japanische Wirtschaft kommt damit weit besser voran als von Experten erwartet. Volkswirte hatten einen Zuwachs von lediglich 2,5 Prozent prognostiziert.

Hintergrund sind die Firmeninvestitionen sowie der Binnenkonsum: Mit einem Plus von 2,4 Prozent erhöhten sich die Investitionen der Unternehmen doppelt so stark wie erwartet. Auch die privaten Verbraucher sind ausgabefreudiger geworden: Die Ausgaben erhöhten sich zwischen April und Juni zum Vorquartal um 0,9 Prozent. Kein großer Sprung, aber die Masse macht’s: Der private Konsum steht für zwei Drittel des japanischen Bruttoinlandsprodukts.