Studie Potenzial von Mischfonds nicht genügend bekannt

Trotz Niedrigzinsen packt die Mehrheit der Deutschen lieber Geld auf Sparkonten als in Fonds. Dem Income-Barometer, einer Umfrage von J.P. Morgan Asset Management zufolge, sind entsprechend zwei von drei Sparern unzufrieden mit ihren Erträgen.

01.10.2018 - 10:5801.10.18 - 12:39
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Oktoberfest-Besucher in München: Beim Bier langen die Deutschen gern kräftig zu, bei Fonds eher nicht
Oktoberfest-Besucher in München: Beim Bier langen die Deutschen gern kräftig zu, bei Fonds eher nicht© Pixabay

Auch nach zehn Jahren Niedrigzinsumfeld verharren 79 Prozent der Deutschen weiterhin in ihren kaum verzinsten Spareinlagen. Entsprechend sind zwei von drei Sparern unzufrieden mit ihren Erträgen. Das geht aus dem aktuellen Income-Barometer, einer Umfrage von J.P. Morgan Asset Management, hervor. Demnach halten vor allem fehlendes Wissen über den Kapitalmarkt (34 Prozent) und mögliche Kursschwankungen (27 Prozent) von Investitionen ab.

Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management, rät Anlegern, in Mischfonds zu investieren: „Aktiv verwaltete, flexible Mischfonds bieten bereits mit kleinen Anlagebeträgen eine breit gestreute, transparente Möglichkeit zur Geldanlage am Kapitalmarkt. Durch die Anlage über verschiedene ertragsstarke Anlageklassen hinweg reduzieren sich Schwankungen und Risiko über einen entsprechenden Zeithorizont. Das baut auch für weniger börsenerfahrene Anleger eine bequeme Brücke zum Kapitalmarkt, denn der Fondssparer benötigt keine besonderen Vorkenntnisse. Mit regelmäßigen kleinen Einzahlungen, beispielsweise im Rahmen von Sparplänen, sind somit ganz einfach erste Schritte bei der Wertpapieranlage und dem Vermögensaufbau mit Ertragspotenzial des Kapitalmarkts möglich“, erklärt Bergweiler.

Jedoch fehlt einem Großteil der Deutschen das Verständnis für diese Vorteile der Multi-Asset Fonds. Nur 32 Prozent der von J.P. Morgan AM befragten Deutschen haben verstanden, dass Misch­fonds ihnen die Arbeit der Geldanlage abnehmen. „Während frühe Mischfondsstrategien festgelegte Quoten aus Aktien und Anleihen nutzten und sich streng an einem Referenzindex orientierten, investieren diese heute äußerst flexibel und dynamisch, nutzen ein breiteres Anlagespektrum entlang der gesamten Kapitalstruktur und sind beispielsweise auf regelmäßige Ausschüttungen – auch Income genannt – fokussiert.“

Ein „zweites Einkommen“

Income-Fonds sind Mischfonds, die Zinsen und Dividenden, die Anleihen und Aktien innerhalb eines Fonds erwirtschaften, bündeln und regelmäßig an die Anleger ausschütten. Der englische Begriff Income steht dabei für „Einkommen“ – und wie ein zusätzliches Gehalt fließt das, was der Fonds verdient hat, in vierteljährlichen oder jährlichen Ausschüttungen an die Anleger. Nicht nur aufgrund der geringen Erträge bei Sparanlagen sind diese ausschüttungsorientierten Fonds in den letzten Jahren bei deutschen Anlegern immer beliebter geworden.

„Wer die Ersparnisse nutzt, um beispielsweise im Ruhestand ein zusätzliches Einkommen zu haben, erhält dank Income-Investments einen besseren Zugang zu attraktiveren Ertragsströmen“, erläutert Christoph Bergweiler. Aber auch für diejenigen, die in der Ansparphase sind, lohnt sich „Income“, denn die Reinvestition der Erträge ermöglicht einen langfristigen Vermögenszuwachs. „Die im Laufe der Zeit eingehenden Erträge leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtrendite und verstärken damit den Zinseszinseffekt nachhaltig. Ertragsorientierte Mischfonds sind also auch bestens geeignet, um für die Zukunft zu sparen“, so Bergweilers Fazit.