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Fernando Haddad, Kandidat der brasilianischen Arbeiterpartei (PT), beim Wahlkampf in einem Vorort von Sao Paulo: Der 55-Jährige ersetzt in letzter Minute den ehemaligen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva

Brasilien vor der Wahl Es geht um nichts weniger als den Fortbestand der Demokratie

Am 7. Oktober wählen mehr als 145 Millionen wahlberechtigte Brasilianer neben dem Staatspräsidenten auch einen neuen Nationalkongress. Christian Kempe, Portfoliomanager bei der Do Investment AG, über die möglichen Auswirkungen für die Finanzmärkte.

20.09.2018 - 10:21 Uhr | Von: 

Am 7. Oktober wird in Brasilien, flächenmäßig fünftgrößtes Land der Welt, gewählt. Die über 145 Millionen wahlberechtigten Brasilianer sind aufgerufen, neben dem Staatspräsidenten auch einen neuen Nationalkongress zu wählen. Sollte keiner der Präsidentschaftskandidaten eine absolute Mehrheit erzielen, sind die Brasilianer am 28. Oktober aufgerufen, wieder an die Wahlurnen zu treten.

Der derzeitige brasilianische Präsident, der 77-jährige Michael Temer, ist einer der unbeliebtesten in der noch jungen demokratischen Geschichte des Landes. Nach einem beispiellosen Korruptionsskandal, der nahezu alle Parteien betraf und zu einer Erschütterung der Grundfeste der Demokratie führte, geht es bei der Wahl im Oktober um nicht weniger als die Zukunft der brasilianischen Demokratie und die Frage, ob dem wirtschaftlich stärksten Land Lateinamerikas ein politischer Neuanfang gelingt.

Insgesamt haben 13 Kandidaten dem Obersten Wahlgericht ihre Kandidatur für das Präsidentenamt gemeldet. Nachfolgend werden die in den jüngsten Umfragen (Stand 17.09.2018; Quelle: CNT/MDA) aussichtsreichsten fünf Kandidaten vorgestellt.