Brexit – und dann? Verdammtes Königreich

Ein möglicher Brexit gilt vielen Investoren als größtes Risiko für die Finanzmärkte. Nur wenige rechnen aber damit, dass es tatsächlich dazu kommt. Und genau das könnte zu erheblichen Turbulenzen führen

15.06.2016, aktualisiert 17.06.2016 - 17:0517.06.16 - 17:05
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Der Countdown läuft. Nur noch eine Woche, dann stimmen die Briten über ihren Verbleib in der Europäischen Union ab. Unabhängig vom Ausgang des Referendums wird der Tag der Abstimmung vielfach für Erleichterung sorgen – bestimmt das Thema doch seit Monaten die Schlagzeilen und eine politische Debatte, die zuletzt nochmals an Schärfe zugenommen hat. Viele werden aufatmen, wenn es endlich auch wieder um andere Dinge geht.

Ob die Erleichterung indes von Dauer sein wird, hängt entscheidend davon ab, ob sich die britische Bevölkerung für einen Verbleib in der Union entscheidet. Denn stimmt sie für den Brexit, geht es erst richtig los: Viel wird dann darauf ankommen, wie das künftige Verhältnis der Briten zum Kontinent definiert wird, und hier sind zähe Verhandlungen vorprogrammiert. Der Rating-Agentur Fitch zufolge hätte etwa eine schnelle Einigung, die eine Fortsetzung des Freihandels mit der EU oder jedenfalls den wichtigsten Partnern garantiert, nur einen geringfügig negativen Effekt auf die britische Volkswirtschaft.