Brexit-Risiko M&G überträgt 6 Milliarden Euro aus UK-Fonds nach Luxemburg

M&G Investments beabsichtigt, bis Ende 2017 die Vermögenswerte von vier UK-Fonds nach Luxemburg zu überstellen. Mit diesem Schritt will der englische Vermögensverwalter internationale Investoren schützen.

29.06.2017 - 10:3029.06.17 - 10:33
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Anne Richards, Finanzchefin von M&G: „Unannehmlichkeiten für internationale Investoren sollen minimiert werden“
Anne Richards, Finanzchefin von M&G: „Unannehmlichkeiten für internationale Investoren sollen minimiert werden“

M&G Investments beabsichtigt, bis Ende 2017 die Vermögenswerte von vier UK-Fonds nach Luxemburg zu transferieren. Dieser Plan, der die Zustimmung der Anteilsinhaber der Fonds erfordert, dient angesichts der Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) dem Schutz der nicht in Großbritannien ansässigen Investoren. Laut Unternehmensangaben haben die zuständigen Finanzaufsichtsbehörden in Luxemburg und Großbritannien dem Vorhaben bereits zugestimmt.

Die vier Fonds, deren Volumen Ende Mai rund 6 Milliarden Euro betrug, stehen ausschließlich Investoren außerhalb Großbritanniens zur Verfügung. Konkret geht es um folgende Fonds:

Der M&G Prudent Allocation Fund wird in der Luxemburger Variante in M&G (Lux) Conservative Allocation Fund umbenannt. Ansonsten ändert sich nicht viel: Die Anlagestrategien aller vier Fonds bleiben gleich, ebenso die Zusammensetzung des Managementteams.

Übertragung der Fonds Ende November

Offiziell will M&G Investments Anteilseigner Anfang September über die Übertragung ihrer Fonds nach Luxemburg informieren. Insofern alle Anteilsinhaber zustimmen, ist mit der Übertragung der Vermögenswerte gegen Ende November zu rechnen.

Anne Richards, Finanzchefin von M&G, kommentiert den Schritt: „Angesichts der Ungewissheit über den Ausgang der Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union über den Brexit halten wir es für angebracht, sofort zu handeln.“