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Werft von Blohm + Voss in Hamburg: Gute Auftragslage, aber es ginge noch mehr

Bundesbank-Monatsbericht Wachstumsabschwächung im dritten Quartal zu erwarten

Der Rückgang der Auftragseingänge und die Probleme der Autoindustrie werden laut Deutscher Bundesbank dazu führen, dass sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland nach dem ersten Halbjahr etwas abschwächt. Allerdings bleibt damit auch die Inflation im Rahmen.

20.08.2018 - 14:41 Uhr | Von:  in Märkte

„Die deutsche Wirtschaft dürfte auch im Sommer 2018 auf solidem Wachstumspfad bleiben. Das Expansionstempo könnte jedoch etwas geringer als im Mittel des ersten Halbjahres ausfallen“, teilt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht mit. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2018 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent gestiegen und im zweiten Quartal um 0,5 Prozent.

Industrieaufträge schwächeln

Der Bundesbank zufolge dürfte das BIP im dritten Quartal vor allem durch den Industriesektor unter Druck kommen. Zwar seien die Orderbücher weiterhin gut gefüllt, doch der industrielle Auftragseingang habe auch im zweiten Quartal geschwächelt.

Gestützt wird das Wachstum vom starken privaten Verbrauch der derzeit 44,8 Millionen Beschäftigten in Deutschland: Die gute Arbeitsmarktlage und daraus resultierende Lohnsteigerungen bringen das konjunkturelle Wachstum voran; darunter die Bauwirtschaft. Der Bauboom dürfte nach Einschätzung der Bundesbank auch im dritten Quartal 2018 anhalten.

Einpendeln der Inflation bei 2 Prozent erwartet

Die Volkswirte der Bundesbank gehen davon aus, dass sich die Inflation in den kommenden Monaten „insgesamt bei rund 2 Prozent stabilisieren“ wird, wobei der geringere Preisauftrieb bei Energie und Nahrungsmitteln den Wert drücken dürfte.

Viel Luft nach oben habe die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland derzeit aber eher nicht, so die Bundesbank. „Der bereits hohe Auslastungsgrad der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten nimmt nur noch langsam zu.“