Bundesbank-Studie Turbohandel verstärkt Kursschwankungen

Laut einer aktuellen Studie der Bundesbank verstärkt der Hochfrequenzhandel mit Computern in turbulenten Zeiten Trends an der Börse. Ein pauschal schlechtes Urteil zu den Auswirkungen will das Institut dennoch nicht fällen.

24.10.2016 - 16:5624.10.16 - 19:22
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Die Bundesbank beurteilt den Turbohandel mit Computern an der Börse kritisch. Laut einer aktuellen Analyse des Instituts sind einige Hochfrequenzhändler in schwierigen Zeiten an den Börsen besonders aktiv und treiben den Markt damit in eine bestimmte Richtung. Andere Händler, die in ruhigen Zeiten den Markt beleben, ziehen sich in volatilen Phasen zurück. Das verstärke Kursschwankungen und könnte in extremen Fällen Marktverwerfungen begünstigen, so die Bundesbank-Analysten.

Ein pauschales Urteil zu den Auswirkungen des Hochfrequenzhandels will die Bundesbank jedoch nicht fällen, da Turbohändler in einem ruhigen Marktumfeld einen bedeutenden Beitrag dazu liefern, dass die Märkte laufen.

Turbohandel verbreitet sich schnell

Als Hochfrequenzhandel wird ein mit Computern betriebener Handel mit Wertpapieren bezeichnet, der sich durch kurze Haltefristen und hohen Umsatz auszeichnet. Die Bedeutung von algorithmischen Handelsstrategien hat in den letzten zehn Jahren an den internationalen Börsenplätzen, nicht zuletzt in Europa, erheblich zugenommen.