Chance für Stockpicker US-Aktien korrelieren immer weniger

Des einen Freud‘, des anderen Leid: Laut Strategen der US-Investment-Gesellschaft J.P. Morgan sinkt die Korrelation von US-Aktien. Stockpicker erkennen darin eine Chance – passiven Anlegern stehen möglicherweise schwere Zeiten bevor.

07.03.2017 - 12:1507.03.17 - 12:38
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Börse in New York: Laut J.P. Morgan-Analysten schlagen US-Aktien verschiedenen Richtungen ein
Börse in New York: Laut J.P. Morgan-Analysten schlagen US-Aktien verschiedenen Richtungen ein© Getty Images

Obwohl die vielen Schlagzeilen aus der Politik derzeit ein zentrales Thema unter Anlegern sind, erlebten die Märkte einen ruhigen Jahresauftakt, betonen Finanzexperten von J.P. Morgan in ihrer aktuellen Ausgabe „The Weekly Brief“.

Seit Jahresbeginn habe der US-Aktienindex S&P 500 nur einmal eine tägliche Schwankung von plus oder minus 1 Prozent verzeichnet. Das sei der ruhigste Jahresauftakt seit 1966. Allerdings täusche die niedrige Gesamtvolatilität über erhebliche Schwankungen auf Titelebene hinweg, merken die Analysten an.

Die folgende Grafik zeigt, dass die durchschnittliche Korrelation zwischen einzelnen US-Aktien zu Beginn des Jahres 2017 auf unter 25 Prozent gesunken ist. Laut den J.P. Morgan-Finanzexperten ist das der niedrigste Stand seit Ende der 1990er-Jahre.

US-Aktien nicht mehr im Gleichschritt

Durch den starken Rückgang der Korrelation biete sich ein gutes Umfeld für aktive Anleger, sind die J.P.-Morgan-Analysten überzeugt. Denn die einzelnen Aktien bewegen sich nun nicht mehr in derselben Richtung. Wer sich hingegen bisher auf den Gleichschritt des Aktienmarktes verlassen hat, muss künftig wahrscheinlich genauer hinsehen.

Hier geht es zur Korrelationstabelle der Anlageklassen. Und hier finden Sie die Korrelationen ausgewählter Multi-Asset-Fonds.