Clinton versus Trump US-Wahlschlacht: Was Anleger erwartet

Diplomatin oder Querkopf? Kühle Analytikerin oder heißblütiger Populist? Hillary Clinton oder Donald Trump: Wer bezieht nach dem 8. November 2016 das Oval Office im Weißen Haus? Eine Frage, die – bereits jetzt – weltweit die Märkte beschäftigt. Mit welchen Konsequenzen Anleger rechnen müssen – erfahren Sie mehr über die möglichen Szenarien der Wahlschlacht um Washington.

03.08.2016 - 14:5103.08.16 - 16:40
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Nach der offiziellen Kandidatenkür nimmt das Rennen um die US-Präsidentschaft immer mehr Fahrt auf. Für die Finanzmärkte ist das nicht unbedeutend. US-Wahlen haben in der Vergangenheit sowohl Aktien- als auch Anleiheindizes ordentlich ins Schlittern gebracht. Anleger weltweit fragen sich deshalb: „Welche Folgen hat der Schlagabtausch diesmal?“

Was die Gesundheitsbranche angeht, kam bereits Bewegung in den Markt: Ende 2015 gerieten die Kurse von Pharma- und Biotech-Aktien bereits unter Druck, nachdem Clinton die Preistreiberei bei Arzneimitteln angeprangert hatte. Das breite Börsenparkett wurde bisher jedoch nicht beeinflusst. Ganz im Gegenteil: Der Aktienindex S&P 500 verbuchte seit Jahresbeginn ein Plus von fast 5 Prozent.

Wirtschaft schlägt sich wacker

Das ist kein Wunder, schließlich liegt die Wahl am 8. November scheinbar noch in weiter Ferne und das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg auf das ganze Jahr hochgerechnet allein im zweiten Quartal um 1,2 Prozent. Auch stärken gute Zahlen vom Arbeitsmarkt die Zuversicht zum Zustand der US-Wirtschaft. Im Juni stieg die Zahl der Beschäftigten um 287.000. Erwartet wurden von Volkswirten nur 180.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent.

Ob die robuste Lage bis nach der Wahl anhält, kann kein Finanzanalyst mit Sicherheit sagen.

„In der Vergangenheit musste der Aktienmarkt im letzten Jahr der zweiten Amtszeit eines Präsidenten regelmäßig Federn lassen.”

Angel Agudo, Manager des Fidelity America Fund