Colin Dryburgh „Kames Capital setzt auf US-Wachstumstitel“

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Colin Dryburgh, Manager des Kames Global Diversified Growth Fund, konzentriert sich auf Wachstumsunternehmen. Zuletzt ist er in den USA und China auf Einkaufstour gegangen – politischen Turbulenzen zum Trotz. Im Interview verrät er die Gründe.

28.06.2017 - 16:3528.06.17 - 16:40
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Smartphone im Nachtmodus: Technologieaktien spielen im Kames Global Diversified Growth Fund eine wichtige Rolle
Smartphone im Nachtmodus: Technologieaktien spielen im Kames Global Diversified Growth Fund eine wichtige Rolle© Pixabay

der fonds: Herr Dryburgh, Sie investieren im Unterschied zu anderen Mischfonds-Managern nicht nur in reguläre Aktien und Anleihen, sondern auch in gelistete Immobilien- und Infrastrukturunternehmen. Warum haben Sie sich für diese Strategie entschieden?

Colin Dryburgh: Immobilien- und Infrastrukturunternehmen sind in der Regel nicht so konjunkturabhängig wie beispielsweise die Auto- oder Konsumbranche. Sie stabilisieren das Portfolio und stellen es auf eine breitere Basis, da sie Schwankungen in anderen Bereichen abfedern.

Wie wählen Sie Titel aus?

Dryburgh: Rein ergebnisorientiert. Benchmarks schenken wir keinerlei Beachtung. Sie würden unserem Wachstumsziel nur im Weg stehen.

Wie unterscheidet sich der Kames Global Diversified Growth Fund vom Kames Global Diversified Income Fund? Sein Management investiert ja auch in Aktien, Anleihen und alternative Anlagen.

Dryburgh: Beim Kames Global Diversified Income Fund ist das Wörtchen „Income” ausschlaggebend. Sein Management investiert in Wertpapiere, die regelmäßig Erträge von circa 5 Prozent abwerfen. Beim Kames Global Diversified Growth Fund ist das Spektrum breiter. Zum Beispiel investiert der Income-Fonds nicht in niedrig rentierende Staatsanleihen. Für uns können diese Märkte jedoch sehr interessant sein, da die Korrelation mit Aktien sehr gering ist.

Schließen Sie Dividendenaktien aus?

Dryburgh: Nein, wir konzentrieren uns aber auf das Wachstumspotenzial von Unternehmen. Unser Ziel ist es, eine möglichst hohe, absolut positive Rendite zu erwirtschaften. Damit unterscheiden wir uns von anderen Strategien, bei denen nur eine Benchmark in der Wertentwicklung geschlagen werden soll.

US-Unternehmen nehmen im Moment einen großen Teil des Portfolios ein – obwohl sie im Vergleich zu Europa sehr teuer sind. Warum halten Sie die Titel?

Dryburgh: In den USA gibt es schlicht und ergreifend ein großes Angebot an Wertpapieren, die unseren Kriterien entsprechen. Wir haben dort mehr Auswahl verglichen mit Europa.