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Tine Choi, Danske Invest: „Präsident Donald Trump ist die größte Gefahr für die Finanzmärkte'

Danske Invest zur US-Wirtschaftspolitik Trotz Risiken werden Aktien besser performen als Anleihen

Viele Amerikaner jubeln immer noch über die vermeintlichen Erfolge der Wirtschaftspolitik ihres Präsidenten. Doch der ist in Wahrheit kein Wirtschaftswundermacher, sondern die aktuell größte Gefahr für die Finanzmärkte. In ihrem Kommentar erläutert Tine Choi, Chefstrategin bei Danske Invest, welche Risiken aus Donald Trumps Wahlversprechen resultieren - und vor allem aus deren Erfüllung.

24.09.2018 - 11:17 Uhr | Von:  in Beratermeinungen

Von der Krise in der Türkei bis hin zu den Sanktionen gegen Iran und Russland: 2018 ist ein Sturm an politischen und geopolitischen Risiken über die Finanzmärkte hinweggefegt und hat Kursschwankungen ausgelöst. Doch als das größte Risiko für die Finanzmärkte ist der Populismus zu sehen, genauer gesagt Donald Trump. Der US-Präsident treibt gleich an mehreren Schauplätzen ein gefährliches Spiel mit der Wirtschaft, um seine Popularität im Heimatland zu festigen. In Donald Trumps politischer Agenda geht es vordergründig um die Erfüllung seiner Wahlversprechen.

Trumps Politik widerspricht konjunkturpolitischer Vernunft

Dies mag an sich ehrenwert sein, birgt aber zugleich das Risiko für eine größere Wirtschafts- und Finanzkrise. Ende 2017 verabschiedete der US-Präsident ein Steuerpaket, das herkömmlichen konjunkturpolitischen Überlegungen widerspricht und das Wirtschaftswachstum und die ökonomische Aktivität zusätzlich angeheizt hat. Mitten im Aufschwung setzte Trump die größte finanzpolitische Lockerung seit den 1960er Jahren durch und damit gleichzeitig auch die erste prozyklische Lockerung seit dieser Zeit.

Größtes Haushaltsefizit mit Vollbeschäftigung seit Zweitem Weltkrieg

Andernorts stimuliert man die Wirtschaft normalerweise, um sie in Gang zu bringen, und nicht, um vom vierten in den sechsten Gang zu schalten. Das Steuerpaket ist allerdings nicht gegenfinanziert. Das jährliche Haushaltsdefizit wird dem regierungseigenen Haushaltsbüro zufolge von 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2016 auf 4,7 Prozent im Jahr 2019 steigen. Erweisen sich diese Schätzungen als richtig, wäre dies das größte Haushaltsdefizit einer Volkswirtschaft mit Vollbeschäftigung seit dem Zweiten Weltkrieg.