Deflation Im Euroraum wird es noch billiger

In drei der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums zeigten sich im Februar deflationäre Tendenzen. Experten sind überzeugt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen weiter senken wird, um diesen Trend zu stoppen.

29.02.2016 - 10:0129.02.16 - 12:09
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Quelle: Bloomberg
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Gegenüber dem Vorjahreswert fielen die Verbraucherpreise im Februar in Deutschland, Frankreich und Spanien, wie sich aus Daten vom Freitag ergibt. In Deutschland wurde ein Wert von minus 0,2 Prozent ermittelt.

In Frankreich ergab sich ein Minus von 0,1 Prozent. Hier war ein Plus von 0,1 Prozent erwartet worden. In Spanien hatten Experten einen Rückgang von 0,6 Prozent prognostiziert; in Wirklichkeit betrug er 0,9 Prozent.

Euro verliert an Wert

Der Euro gab unmittelbar nach Bekanntgabe der Daten nach. Gleichzeitig standen die Kurse zehnjähriger Bundesanleihen vor ihrem sechsten Wochenplus in Folge. Ihre Rendite stand bei 0,15 Prozent, sechs Basispunkte tiefer als vor einer Woche. In Deutschland ist die Inflation mittlerweile so schwach wie zuletzt vor 13 Monaten.

„Es sieht eher so aus, als sei die Eurozone im Februar in die Deflation zurückgefallen. Der Druck auf einen erheblichen Stimulus seitens der EZB im März hat zugenommen.”

Howard Archer, Volkswirt beim US-amerikanischen Informationsdienst IHS