Umfrage bestätigt Trend Immer mehr Deutsche setzen bei der Altersvorsorge auf Wertpapiere

Das Sparbuch gerät weiter aus der Mode, das Vertrauen in die gesetzliche Rente sinkt: Fonds, ETFs und Co. werden zunehmend Bestandteil der privaten Altersvorsorge. Das ist das Ergebnis einer neuen YouGov-Umfrage im Auftrag der DekaBank.

08.09.2021 - 10:3008.09.21 - 10:38
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Entspannen in der Hängematte
Entspannen in der Hängematte: Die Skepsis bezüglich der Börse nimmt ab© IMAGO / CTK Photo

Immer mehr Menschen in Deutschland sparen mit Hilfe von Wertpapieren fürs Alter: Inzwischen legt jeder Vierte Geld auch in Aktien, Fonds, Anleihen oder Zertifikaten an. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der DekaBank ergeben. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag der Anteil noch bei 21 Prozent, 2019 waren es 17 Prozent.

Den Aufwärtstrend erklärt das Wertpapierhaus der Sparkassen unter anderem mit dem Dauerzinstief: Angesichts der niedrigen Sparzinsen stünden immer mehr Anleger Wertpapieren aufgeschlossener gegenüber. Etliche Anbieter hatten zuletzt über eine wachsende Nachfrage nach Wertpapieren berichtet – auch die DekaBank, die ihre Angebote über die Sparkassen vertreibt.

Dem „Deka-Anlegermonitor“ zufolge hat die Corona-Krise bei vielen Menschen die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge noch stärker ins Bewusstsein gerufen. Sowohl bei der Umfrage 2020 als auch bei der diesjährigen Erhebung gaben 40 Prozent der Teilnehmer an, sie erwarteten ein sinkendes Niveau der gesetzlichen Rente. 41 Prozent gehen inzwischen davon aus, dass das Eintrittsalter für die Rente noch weiter erhöht wird – 2020 sagten das noch 28 Prozent.

44 Prozent der Befragten fühlen sich der aktuellen Umfrage zufolge aufgrund der Komplexität des Themas unsicher, wie sie ihr Geld für die Altersvorsorge am besten anlegen können. 41 Prozent sagen, das treffe auf sie eher nicht oder gar nicht zu. Mehr als jeder zweite Befragte (57 Prozent) gab an, privat fürs Alter vorzusorgen.

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