Top-Performer nach Sharpe Ratio Die 20 besten Mischfonds der letzten fünf Jahre

Du bist auf der Suche nach einer Rundumlösung für die Geldanlage? Wie wär’s mit einem Mischfonds? Diese zeichnen sich durch eine besonders breite Streuung über verschiedene Anlageklassen aus – und es gibt sie für jedes Risikoprofil. Wir haben uns die fünf besten Mischfonds verschiedener Risikostufen angeschaut.

19.11.2021 - 15:1519.11.21 - 15:24
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Holi Festival in Indien
Holi Festival in Indien: Die Manager von Mischfonds können auf verschiedene Anlageklassen zurückgreifen und das Depot dadurch an alle Börsenlagen anpassen © Imago Images / Xinhua

Viele Investoren suchen den optimalen Mix aus Sicherheit und Rendite. Diesen versprechen Mischfonds: Bei ihnen kann der Fondsmanager nicht nur Aktien oder Anleihen kaufen – sondern beides. Und darüber hinaus oft weitere Investmentmöglichkeiten nutzen und beispielsweise Rohstoffe oder Währungen beimischen.

Dadurch hat das Fondsmanagement eine hohe Flexibilität: Sind die Aussichten für Aktien gut, können sie höher gewichtet werden. Flaut das Wachstum ab und es ziehen dunkle Wolken an der Börse auf, wird ihr Anteil abgebaut und das Kapital in Vermögenswerte mit einer besseren Prognose umgeschichtet. Dank breiter Streuung und aktivem Risikomanagement weisen Mischfonds in der Regel geringere Schwankungen auf als reine Aktienfonds.

Es gibt aber auch im Segment der Mischfonds Abstufungen. Je nach Risiko lassen sie sich in vier Kategorien aufteilen – von defensiv über ausgewogen und dynamisch bis hin zu flexibel, wo das Fondsmanagement besonders große Freiheiten genießt.

Selbst innerhalb der Kategorien unterscheiden sich die Ansätze der Fondsmanager aber zum Teil deutlich, was die Fonds nur schwer vergleichbar macht. Abhilfe schafft: Die Sharpe Ratio.

Die Sharpe Ratio zeigt, wie hoch die Überrendite eines Fonds im Vergleich zum risikolosen Zins am Geldmarkt im Verhältnis zu seinem Risiko ist. Ein Beispiel: Liegt der Geldmarktzins bei 1 Prozent und wirft ein Fonds 15 Prozent ab, liegt die Überrendite bei 14 Prozent. Diese wird ins Verhältnis zu seinem Risiko gemessen an der Volatilität gesetzt. Liegt diese bei 14 Prozent, ist die Sharpe Ratio in unserem Fall 1. Ist sie geringer, sagen wir 7 Prozent, wäre sie 2. Und bei 28 Prozent Volatilität? Richtig: 0,5. In anderen Worten: Je höher die Sharpe Ratio, desto besser. Der Clou: Ein renditeschwächerer Fonds kann eine ebenso hohe – oder sogar höhere – Sharpe Ratio haben, wenn dafür die Schwankungen geringer sind.

Zur Einordnung:

  • Sharpe-Ratio > 1: Die Rendite liegt über dem risikolosen Zins und der Volatilität. Der Anleger wird für das Risiko hervorragend entschädigt.
  • Sharpe-Ratio = 1: Die Rendite ist nach Abzug des risikolosen Zinses genauso hoch ist wie die Volatilität. Das Verhältnis von Chancen und Risiken ist ausgewogen.
  • Sharpe-Ratio < 1: Die Rendite ist nach Abzug des risikolosen Zinses niedriger als die Volatilität. Der Anleger wird für sein Risiko unterdurchschnittlich entschädigt. (Quelle: Fidelity International)

Welche Fonds wir berücksichtigt haben

Wir haben die fünf besten Mischfonds der Kategorien defensiv, ausgewogen, dynamisch und flexibel anhand der Sharpe Ratio über die vergangenen 5 Jahre herausgesucht – schließlich lässt sich die Leistung eines Fondsmanagers nur über einen längeren Zeitraum seriös beurteilen.

Es wurden nur Fonds aufgenommen, die bereits fünf Jahre auf dem Markt sind. Darüber hinaus müssen sie mindestens 10 Millionen Euro Volumen auf die Waage bringen. Institutionelle Anteilklassen haben wir nicht berücksichtigt. Grundlage bilden die Daten in unserer Fonds-Suche (Quelle: FWW Fundservices GmbH, Wertentwicklung jeweils in Euro. Stand: 18. November 2021).

Hinweis: Es handelt sich hierbei um keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung. Die Geldanlage am Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden. Aus Wertentwicklungen in der Vergangenheit lässt sich nicht auf künftige Wertentwicklungen schließen.

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