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US-Notenbank in Washington, D.C.

Podcast von Eyb & Wallwitz „Die Marktteilnehmer vertrauen der Fed“

Welche Auswirkungen haben die aktuellen Inflationszahlen auf die Finanzmärkte? Handelt es sich beim Anstieg der Verbraucherpreise um einen vorübergehenden Effekt oder wird er von Dauer sein? Diese und weitere Fragen diskutieren Kristina Bambach, Ernst Konrad und Johannes Mayr in der neuesten Ausgabe des Eyb & Wallwitz Podcasts.

27.05.2021 - 10:25 Uhr | in Podcasts

Die Inflationsrate in den USA lag im April bei satten 4,2 Prozent. Woher kommt dieser überraschend hohe Wert? „Der Anstieg übertraf die erwartete Inflationsrate von 2,6 Prozent deutlich“, sagt Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz. „Interessant ist vor allem, dass Sonderfaktoren diesen Preisschub ausgelöst haben. Ein Beispiel: Die Preise im Transportsektor sind um etwa 10 Prozent gestiegen. Dazu gehören beispielsweise Gebraucht- und Mietwagen, aber auch Flugtickets. Das war der maßgebliche Faktor, warum die Inflation so stark nach oben geschossen ist.“

Welche Reaktion haben diese Inflationsnachrichten an den Finanzmärkten ausgelöst? „Die Marktteilnehmer haben sich bereits daran gewöhnt, dass die Inflationsdaten eher überschießen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass die US-Notenbank (Fed) immer wieder betont, dass seien vorübergehende Effekte“, sagt Ernst Konrad, Portfoliomanager bei Eyb & Wallwitz. Der aktuelle Anstieg begründe sich teilweise durch Produktionsengpässe aufgrund von Störungen in den globalen Lieferketten. Ebenso spiele der Mangel an Zuliefererprodukten, die importiert werden müssen, eine tragende Rolle.

Argumente aufseiten der Fed

Handelt es sich dabei also tatsächlich nur um einen vorübergehenden Effekt? „Prognosen sind immer unsicher. Doch derzeit sieht es danach aus, dass insbesondere die angesprochenen Sonderfaktoren dazu beitragen, dass die Inflation erst einmal anhält. Wir sollten mit einem weiteren Anstieg rechnen“, erklärt Mayr. „Eine Inflationsrate von 5 Prozent sollte uns nicht völlig aus dem Sattel heben.“

Doch die Fed hat zurzeit noch die Argumente auf ihrer Seite. Denn für einen nachhaltigen Anstieg der Inflation würden vor allem zwei Dinge sorgen: Entweder, dass sich das viele Geld im System nachhaltig in höhere Preise übersetzt. Der Drang in den Konsum lässt sich allerdings noch nicht erkennen, da die meisten Haushalte ihr Geld primär auf Sparkonten lagern. Das gleiche gilt für den zweiten wichtigen Faktor: Den Arbeitsmarkt. Dieser ist noch einiges von seinem Vorkrisenniveau entfernt. Dementsprechend ist damit zu rechnen, dass die Lohndynamik nicht kurzfristig stark ansteigt. „Insofern kann sich die US-Notenbank noch relativ entspannt zeigen“, sagt Mayr. „Die Marktteilnehmer vertrauen der Fed“, ergänzt Konrad.

Auch in Europa sind Impffortschritte erkennbar und die Wirtschaft zieht weiter an. Wie das allgemeine Inflationsbild innerhalb der EU aussieht und ob Marktteilnehmer hier zwischen einzelnen Ländern differenzieren sollten, erfahren Sie im aktuellen Podcast von Eyb & Wallwitz.