Verbreitung von Digitalwährungen Nigeria läutet Krypto-Ära ein

Bitcoin und Co erfreuen sich wachsender Beliebtheit auf dem afrikanischen Kontinent, vor allem in Nigeria. Deutschland liegt beim Handel mit Kryptowährungen dagegen hinten, zeigt eine Auswertung von Statista.

14.08.2020, aktualisiert 18.08.2020 - 09:5118.08.20 - 09:51
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Karnevalsumzug in Abuja, Hauptstadt Nigerias
Karnevalsumzug in Abuja, Hauptstadt Nigerias: Rund 32 Prozent der befragten Nigerianer nutzen oder besitzen Kryptowährung© imago images / Xinhua Afrika

Aufgrund der wachsenden Bedeutung von peer-to-peer-Zahlungen – digitale Überweisung – über das Smartphone, verbreitet sich Kryptowährung rasant in Nigeria. Rund 32 Prozent der im Rahmen des Statista Global Consumer Survey befragten Nigerianer haben angegeben, Kryptogeld zu nutzen oder zu besitzen. Damit steht das westafrikanische Land an erster Position von 65 in der Umfrage enthaltenen Ländern.

Bevorzugt wird die Online-Währung vor allem wegen der schnellen und zuverlässigen Möglichkeit Geld zu überweisen, die insbesondere in afrikanischen und südostasiatischen Ländern nicht immer gegeben ist. Außerdem schätzen viele Nutzer in Nigeria, dass es keine Transaktionskosten für Auslandsüberweisungen gibt, wie es bei den meisten physischen Banken der Fall ist.

In europäischen Staaten hingegen ist die Adaption von Kryptowährung noch nicht weit fortgeschritten – Griechenland (11 Prozent) und Spanien (10 Prozent) sind in der EU die häufigsten Krypto-Nutzer.

Auffällig ist, dass vor allem in großen, hochentwickelten Volkswirtschaften Kryptowährungen nur wenig verbreitet sind. Wie die Statista-Grafik zeigt, haben nur sechs Prozent der in Deutschland Befragten die Nutzung von Bitcoin oder anderen Alternativen bejaht. Schlusslicht ist Japan, hier haben nur etwa vier Prozent Erfahrungen mit Kryptogeld gemacht.