Drei Fragen an Aymeric Forest„Dividendenstarke Aktien und Hochzinsanleihen werden profitieren“

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Aymeric Forest, Head of Multi-Asset Investments bei Schroders, gibt einen Ausblick auf das Investment-Jahr 2016. Der Multi-Asset Experte erläutert, welche Segmente des Multi-Asset-Anlagespektrums er für besonders attraktiv hält.

01.12.2015 - 17:42 Uhr01.12.15 17:42
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Aymeric Forest, Head of Multi-Asset Investments bei Schroder Investment Management GmbH
Aymeric Forest, Head of Multi-Asset Investments bei Schroder Investment Management GmbH© Schroders

Welche Entwicklungen erwarten Sie an den globalen Märkten in 2016?

Wir erwarten, dass die ökonomischen Wachstumszyklen verschiedener Regionen auch in 2016 weiter auseinanderdriften werden. Hauptreiber dafür sehen wir in der Geldpolitik der Zentralbanken und der Entwicklung der Wechselkurse. Regional bevorzugen wir Europa und Japan, da sie sowohl von der lockeren Geldpolitik als auch einer schwächeren Währung profitieren sollten. Den Ausblick für die USA sehen wir eher gemischt vor dem Hintergrund schwächerer Daten für den Fertigungssektor und der Unsicherheit rund um den Zeitpunkt der Zinserhöhung. Für die Schwellenländer erwarten wir weiterhin Belastungen, bedingt durch den starken US-Dollar und das sich abschwächende Wachstum in China. Daher wird der Markt von dauerhaft höheren Volatilitäten gekennzeichnet sein.

Auf welche Anlageklassen sollten Investoren ihren Blick besonders richten?

Wir denken, dass vor allem dividendenstarke Aktien wegen ihre defensiven Ausrichtung und ihres regulären Cash Flows im aktuellen Umfeld gut performen könnten. Hinzu kommt, dass diese Aktienklasse in den letzten zwei Jahren gegenüber Wachstumstiteln zurückgeblieben ist und daher auch von der Bewertungsseite attraktiv aussieht. Im Segment Hochzinsanleihen sehen wir ebenfalls noch interessante Investitions-Chancen. Das liegt vor allem an den zurzeit attraktiven Renditeniveaus und den hoch eingepreisten Ausfallraten.

Welche Maßnahmen sind 2016 von der globalen Zinspolitik zu erwarten?

Unserer Meinung nach werden die Zentralbanken auch in 2016 die Märkte prägen. Allerdings gehen wir nicht von einer aggressiven Zinserhöhung aus, denn ein noch stärkerer Dollar würde zu hohe Risiken für US-Exporte und das chinesische Wirtschaftswachstum bedeuten. Wir erwarten, dass Staatsanleihen nicht stark unter Druck geraten, aber gleichzeitig auch keine attraktiven Renditen liefern werden. Auch in 2016 werden eine flexible Quotensteuerung und aktives Risikomanagement wichtig sein.