Krieg in der Ukraine DWS kauft keine russischen Wertpapiere mehr

Wie bereits unter anderem Union Investment und J.P. Morgan Asset Management hat nun auch die DWS mitgeteilt, ihre Russlandfonds auf Eis zu legen. Bis auf Weiteres werden keine neuen Anteile ausgegeben.

02.03.2022 - 13:0702.03.22 - 14:29
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DWS: Die Fondstochter der Deutschen Bank hat ihre Russlandfonds eingefroren © Imago Images / Hannelore Förster

Die DWS kauft für ihre aktiv gemanagten Investmentfonds bis auf Weiteres keine russischen Wertpapiere mehr. „Darüber hinaus werden wir in aktiv gemanagten Publikumsfonds, die ein signifikantes Exposure zu Russland aufweisen, die Ausgabe neuer Anteile aussetzen und deren bestehendes Russland-Engagement im Sinne unserer Kunden managen – im Einklang mit den einzelnen Anlagerichtlinien der Fonds und unseren treuhänderischen Pflichten“, teilte die Fondsgesellschaft mit. Man werde alle von der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich und den USA gegen russische Unternehmen verhängten Sanktionen umsetzen.

„Trauriger Wendepunkt in Europa“

Die DWS steht solidarisch zu den Menschen in der Ukraine, teilte das Unternehmen mit. Die Entwicklung der vergangenen Woche markiere einen traurigen Wendepunkt in Europa, wo die Freiheit über Jahrzehnte der Eckpfeiler des gemeinsamen Wohlstands war. „Als global agierender Treuhänder haben wir die Verantwortung, uns den Herausforderungen des Marktes zu stellen und gleichzeitig auch verantwortlich zu handeln.“

DWS nicht allein mit der Entscheidung

Vor der DWS hatten bereits andere Gesellschaft beschlossen, Fonds mit hohem Russlandanteil einzufrieren. Dazu gehören J.P. Morgan Asset Management und Union Investment, UBS Asset Management, Franklin Templeton, Blackrock, East Capital Asset Management, BNP Paribas Asset Management und Pictet. Indexanbieter MSCI diskutiert den Ausschluss des Landes aus seinen Indizes.

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