Edelmetalle Gold-Silber-Verhältnis an historischem Wendepunkt

Die weltweite Goldproduktion stagniert, der Goldpreis könnte bis Ende 2018 auf 1.500 US-Dollar steigen. Die Gold-Silber-Ratio deutet einen Wechsel bei der derzeit lustlosen Bewertung von Silber an.

05.04.2018 - 16:2305.04.18 - 17:24
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Skyline von Hongkong: In der Kongresshalle links findet derzeit die Messe „Mines and Money“ statt.
Skyline von Hongkong: In der Kongresshalle links findet derzeit die Messe „Mines and Money“ statt.© Getty Images

Gold hat seine Gewinne, die vor dem Hintergrund der drohenden Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China aufgelaufen sind, wieder abgegeben: Der Rebound an den Aktienmärkten und der stärkere Greenback haben Anleger dazu gebracht, ihre jüngsten mit Gold erzielten Gewinne wieder in riskantere Assets umzuschichten. Im Tief wurde das Edelmetall bei 1.324 US-Dollar je Feinunze gehandelt.

Den Preisrückgang ausgelöst hat Larry Kudlow, wichtigster Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, indem er die durch den Handelskonflikt verunsicherten Finanzmarktteilnehmer beruhigte. Kudlow antwortete auf die Frage, ob die US-Zölle möglicherweise gar nicht in Kraft treten könnten und nur ein Warnschuss an China seien: „Ja, das ist möglich. Das gehört zum Prozess. In einer Auseinandersetzung wie dieser werden alle Werkzeuge genutzt.“

Zukünftige Goldversorgung unzureichend gesichert

Dennoch gehen Marktkenner davon aus: Der Goldpreis sollte weiter steigen, weil die Entdeckung und Erschließung neuer Lagerstätten seit einigen Jahren nur noch schleppend verläuft. Nach Meinung von Stephen Letwin, CEO des kanadischen Goldförderers Iamgold, tut sich die Goldminenindustrie schwer damit, ihre wirtschaftlich abbaubaren Ressourcen aufzustocken.