Eyb & Wallwitz-Podcast „Ein Superlativ hat den nächsten gejagt“

80 Prozent der Unternehmen konnten die Erwartungen in der laufenden Berichtssaison übertreffen. In den Aktienkursen spiegelt sich das jedoch nicht wider – einige sind trotz starker Zahlen eingeknickt. Was es damit auf sich hat, besprechen Kristina Bambach, Georg von Wallwitz und Andreas Fitzner in der aktuellen Ausgabe des Eyb & Wallwitz Podcasts.

23.08.2021 - 13:4524.08.21 - 09:22
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Kaum zu fassen
Kaum zu fassen: Trotz übertroffener Erwartungen sind die Aktienkurse einiger Unternehmen eingeknickt – zumindest in den USA© IMAGO / Xinhua

In der aktuellen Berichtssaison haben viele Unternehmen die Erwartungen übertroffen. „80 Prozent lagen darüber. Dementsprechend war die Anzahl derer, die schlechte Zahlen berichtet haben, überschaubar“, sagt Georg von Wallwitz, Geschäftsführer bei Eyb & Wallwitz. Dazu zählten hauptsächlich Versorger und Rohstoff-Firmen.

Bemerkenswert ist aus Sicht von Wallwitz, dass die guten Ergebnisse den Aktienkursen überhaupt nicht geholfen haben. So hätten zumindest in den USA sogar die Kurse der Unternehmen nachgegeben, die die Erwartungen übertroffen haben. „Die Werte haben sich allerdings innerhalb von 4 bis 5 Tage erholt und später den Aufwärtstrend, den sie vorher hatten, fortgesetzt“, ergänzt Andreas Fitzner, Portfoliomanager bei Eyb & Wallwitz. Ein Beispiel dafür ist Facebook.

Die Zahlen, die von den großen Tech-Unternehmen vorgelegt wurden, waren gigantisch. Gerade den großen Konzernen ist es gelungen, die Gewinne noch einmal auszubauen. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagt von Wallwitz. Ein Gegenbeispiel ist Netflix. Der Hype um den Streamingdienstleister ist im laufenden Jahr abgeflacht.

Reise- und Freizeit-Branche erholt sich

Und wie schlugen sich Reise- und Freizeit-Unternehmen in der aktuellen Berichtssaison? Lässt sich die Delta-Variante in den Zahlen erkennen? „Booking.com ist beispielsweise stark von Hotelbuchungen abhängig“, erklärt Fitzner. „Im zweiten Quartal konnte das Unternehmen gute Zahlen vorlegen.“ Vor allem im Juni habe Booking.com fast die Niveaus von 2019 erreicht. Im Juli 2021 seien die Buchungen dagegen wieder etwas zurückgegangen. Airbnb hingegen haben mittlerweile Umsätze erzielt, die über dem Niveau von 2019 liegen.

Mindestens genauso spannend wie die Situation der Reisebranche ist die Lage am Anleihemarkt. Was es damit auf sich hat, diskutieren die Experten von Eyb & Wallwitz in der neuesten Podcast-Folge. Jetzt reinhören!