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Beim 88. Internationaler Automobilsalon Genf stellen Hersteller Elektroautos vor

Elektroautos In 7 Jahren billiger als Benziner

Einer Analyse des Research-Unternehmens Bloomberg New Energy Finance zufolge könnten Elektroautos im Jahr 2025 das Preisniveau von Benzinern erreichen. Grund für den Abwärtstrend ist die gestiegene Lithiumproduktion.

22.03.2018 - 16:54 Uhr | Von:  in Märkte

Lithium ist der wohl wichtige Bestandteil leistungsfähiger Akkus. Mehr noch, das Leichtmetall ist der Treibstoff für den Ausbau der Elektromobilität. In einem Standardakku für Elektroautos stecken zehn Kilo des Rohstoffs. Zum Vergleich: In einem Handy-Akku sind nur etwa drei Gramm verbaut.

Im Februar kostete eine Tonne des Industriemetalls rund 12.000 US-Dollar. Da große Produzenten künftig größere Mengen des Rohstoffs fördern, ist der Preis inzwischen jedoch gefallen. Sollte sich der Abwärtstrend fortsetzen, könnten Elektroautos mit Lithium-Ionen-Batterien bereits im Jahr 2025 billiger als Benziner sein. Dem Research-Unternehmen Bloomberg New Energy Finance zufolge könnten einige Modelle sogar schon 2024 auf das Preisniveau von Verbrennungsmotoren sinken. Voraussetzung ist, dass die Nachfrage nach den verwendeten Metallen weiter steigt.

Der Druck, Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen, ist angesichts der weltweiten Smog-Säuberungswellen in Städten stärker geworden. Viele Länder wollen die ehrgeizigen Klimaziele des Pariser Abkommens erreichen. Demnach soll der globale Temperaturanstieg auf möglichst 1,5 Grad begrenzt werden. Daraus ergibt sich ein festes CO2-Budget in Form einer Obergrenze für Emissionen.

Großbritannien verbietet Verkauf von Benzinern

Großbritannien will Zeitungsberichten zufolge ab dem Jahr 2040 den Verkauf von Diesel- und Benzinfahrzeugen verbieten. Die Regierung startete bereits im vergangenen September eine Untersuchung zu nötigen Umbauten in der Infrastruktur.

Mit Anreizen könnte das Vereinigte Königreich sein Defizit im Automobilhandel um 5 Milliarden Pfund (5,7 Milliarden Euro) senken, berichtet der in London ansässige Think Tank Green Alliance. Laut der Schweizer Umweltstiftung World Wildlife Fund könnte der Ausstieg aus Diesel- und Benzinautos der Industrie zusätzliche 14.000 Arbeitsplätze verschaffen. In getrennten Berichten forderten beide Gruppen die britische Regierung auf, das Verbot erdölbetriebener Autos auf das Jahr 2030 vorzuziehen.

China, der weltweit größte Verursacher von Umweltverschmutzung, gilt weltweit als Vorreiter in Sachen Elektrofahrzeuge. Die Regierung hat bereits strenge Produktionsquoten zur Steigerung des Absatzes einführt. Ab dem Jahr 2019 gilt in China für jeden Hersteller eine Quote von 10 Prozent für Elektroautos, ab 2020 dann 12 Prozent.