Energieaktien Zweitbester Sektor in 2016

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Nach leichten Verlusten im Jahr 2014, zweistelligen Kurseinbußen in 2015 und einem schwierigen Start in dieses Jahr stiegen Energieaktien nun zum zweitbesten Sektor nach drei Quartalen auf.

24.10.2016 - 11:4525.10.16 - 09:53
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Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, der wiederholte Aufschub der nächsten Zinserhöhung durch die US-Notenbank, die Rohstoffpreise sowie die starke Erholung des Rohölpreises unterstützten die Aktienmärkte. In diesem Umfeld erholten sich die bis dahin günstig bewerteten Energieaktien von ihren erlittenen Kursverlusten und entwickelten sich bis Ende April 2016 stark positiv. Auf die nachfolgende Festigung im Rohölbereich reagierten sie bis Ende September 2016 weiter mit leichten Gewinnen. Insgesamt weisen Energieaktien seit Jahresbeginn ein Renditeplus von rund 14 Prozent auf.

„Wir gehen davon aus, dass Energieaktien mittelfristig weiter profitieren dürften, sofern die Normalisierung der Rohölpreise fortschreitet“, sagt Paolo Zagaria, Manager des Swisscanto (LU) Equity Fund Global Energy. Der starke Preisanstieg seit Mitte Februar hat bereits in einem kurzen Zeitraum einen großen Teil der Unterbewertung im Energiebereich korrigiert, vor allem im Explorations- und Fördersegment.

Die seit Anfang des Jahres drastisch reduzierten Kapitalinvestitionen haben letztlich zu einer Wende bei der Einschätzung des Erdölpreises geführt. Das Produktionsvolumen wird in erster Linie außerhalb der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) nach und nach sinken.

Übernahmen stützen Kurse

Die Nachfrage nach Rohöl ist wegen des geringen Wirtschaftswachstums zurückgegangen und der Abbau des Überangebots wird aufgrund der extrem hohen Lagerbestände einige Zeit in Anspruch nehmen. Die neuesten Daten zeigen, dass sich der Anpassungsprozess zeitlich nach hinten verschieben und volatil bleiben wird. Die Opec hat sich in diesem Umfeld überraschend für eine Strategieänderung entschieden und auf eine Produktionskürzung geeinigt.