Erneuerbare Energien Allzeithoch bei Stromerzeugung

14,6 Milliarden Kilowattstunden haben die in Deutschland installierten Photovoltaik- und Windkraftanlagen im Oktober produziert – so viel wie noch nie zuvor. Damit lag der Erneuerbaren-Anteil im Strommix im Oktober bei 44,1 Prozent. Die Aktienkurse von Marktführern werden derzeit allerdings kräftig durchgeschüttelt.

09.11.2017 - 12:2409.11.17 - 17:51
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Bau von Windkraftanlagen in Frankreich: Die Marktbedingungen im Geschäft mit Windrädern haben sich derzeit verschlechtert
Bau von Windkraftanlagen in Frankreich: Die Marktbedingungen im Geschäft mit Windrädern haben sich derzeit verschlechtert© Getty Images

Mit einer Gesamtproduktion von 14,6 Milliarden Kilowattstunden aller in Deutschland installierten Photovoltaik- und Windkraftanlagen war der Oktober 2017 der produktionsstärkste Monat aller Zeiten, meldet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR). Besonders auffällig: Die Erzeugung hat sich im Vorjahresvergleich fast verdoppelt. Bisheriger Rekordhalter im laufenden Jahr war der März mit 12,5 Milliarden Kilowattstunden.

Strom wie aus zehn Atomkraftwerken

Womit hängt der starke Zuwachs zusammen? Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energiequellen hat dem IWR zufolge vor allem die Wetterlage im Oktober die Stromproduktion in die Höhe getrieben. Schon zu Oktoberbeginn sorgte der Sturm „Xavier“ für eine hohe Windstromproduktion. Orkan „Herwart“, der in Deutschland teils für schwere Schäden sorgte, trieb Onshore- und Offshore-Windräder noch kräftiger an. Die Zahlen sind gigantisch: Am 28. Oktober produzierten alle deutschen Windenergieanlagen zusammengenommen von 19 bis 20 Uhr Strom mit einer Leistung von 39.200 Megawatt. Das entspricht der Produktion von zehn Atomkraftwerken.

Zu den 14,6 Milliarden Kilowattstunden trugen Deutschlands Windenergieanlagen im Oktober insgesamt 12,5 Milliarden Kilowattstunden Strom bei, davon erzeugten die Anlagen auf See 2,2 Milliarden Kilowattstunden.