ETFsDepotgebühren fressen Rendite

Exchange Traded Funds (ETFs) gelten unter Experten als besonders kostengünstige Anlage. Das mag stimmen, jedoch kommt es darauf an, in welchem Bank-Depot sie liegen.

29.01.2018 - 15:57 Uhr29.01.18 15:57
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Models bewerben vor der Londoner Börse ETFs: Die fondsinternen Verwaltungsgebühren sind meist niedrig, da keine Aktien aktiv ausgewählt werden
Models bewerben vor der Londoner Börse ETFs: Die fondsinternen Verwaltungsgebühren sind meist niedrig, da keine Aktien aktiv ausgewählt werden© Getty Images

„Stecken Sie Ihr Geld in Aktien. Dazu kaufen Sie sich eine große Dosis Schlaftabletten. Nach vielen Jahren wachen Sie als reicher Mann auf.“ Getreu dieser Devise des legendären Börsengurus Andre Kostolany plante die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) ihre Stichprobe zu den Kosten von ETFs. Dabei handelt es sich um breit gestreute Aktienfonds, die es meist ohne Ausgabeaufschlag gibt. Die fondsinternen Verwaltungsgebühren sind meist niedrig, da keine Aktien aktiv ausgewählt werden, sondern lediglich ein Index wie der DAX oder der Euro Stoxx abgebildet wird.

In der Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW zeigte sich schnell: Statt Reichtum gab's oftmals nur Verluste. Der Grund: Wer in ETFs investieren will, braucht ein Wertpapierdepot und muss die Fondsanteile über die Börse kaufen. Durchgerechnet wurden in der Stichprobe zwei Szenarien bei zwölf Banken: Die Gesamtkosten für Anleger, die jeweils 1000 oder 10.000 Euro investieren und nach zehn Jahren ihre ETF-Anteile wieder verkaufen.

Standen mehrere Depotvarianten bei einem Institut zur Auswahl, zählten die günstigeren Entgelte für die Online-Depotführung. Hochgerechnet wurden die aktuellen Order- und Depotgebühren auf zehn Jahre unter der Annahme, dass die Kostensätze nicht geändert werden.

Das Ergebnis: Preiswertester Anbieter in der 1.000-Euro-Kategorie war die Onvista-Bank. Fünf Euro Fixgebühr pro Order und kostenlose Depotführung ließen den Gebührenzähler beim Verkauf der Anteile nach zehn Jahren bei exakt zehn Euro stehen bleiben. Kundenfreundlich agierten auch die Deutsche-Bank-Tochter Maxblue mit 17,80 Euro sowie ING-DiBa mit 19,80 Euro.

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