EU-Investitionen Wie Anleger mit dem Brexit umgehen sollten

In einem Jahr, am 29. März 2019, soll Großbritannien endgültig aus der EU austreten. Wie geht es weiter mit Konjunktur und Unternehmen? Was sollen Anleger beachten? Hier eine Einschätzung von Mark Phelps, CIO Global Concentrated Equity beim Assetmanager AllianceBernstein (AB).

27.03.2018 - 15:0427.03.18 - 16:05
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Grenze von Großbritannien zur Republik Irland: Auch Bauern protestieren gegen den Brexit
Grenze von Großbritannien zur Republik Irland: Auch Bauern protestieren gegen den Brexit© Getty Images

Es sind nur noch zwölf Monate bis zum offiziellen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, und noch immer ist ein klarer Weg zum geordneten Brexit gänzlich in Nebel gehüllt. Das Übergangsabkommen, bei dem Großbritannien die bestehenden EU-Regeln einhalten muss, gleichzeitig jedoch keinerlei Mitspracherecht bei der Beschlussfassung der EU hat, unterstreicht lediglich den Mangel an echten Fortschritten. Unternehmen und Investoren, die eine langfristige Planungssicherheit schätzen, wissen immer noch nicht, wie ein Abkommen aussehen könnte und wie es sie betreffen wird.

Aktuell erscheint es jedoch unvermeidlich, dass Großbritannien den Europäischen Binnenmarkt und mit ziemlicher Sicherheit auch die Zollunion verlassen wird. Da dies erhebliche Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben haben wird, sind alle diplomatischen Bemühungen darauf konzentriert, die Auswirkungen zu minimieren. Bis jetzt ist das Bild für die Konjunktur und die Unternehmen des Vereinigten Königreichs noch unklar.

Auswirkungen sollten minimiert werden

Viele britische Exporteure hatten nach der Schwäche des Pfunds im Jahr 2016 einen Anstieg der Auftragseingänge verzeichnet, doch dieser Rückenwind ist bereits abgeebbt. Und viele internationale Unternehmen haben trotz der Bedenken über den langfristigen Zugang zum europäischen Binnenmarkt weiterhin in verschiedene Branchen in Großbritannien investiert.

Informationstechnologie weniger betroffen