Fed-Zinsentscheid 25 Basispunkte für 100 Prozent Glaubwürdigkeit

Eine einzige kleine Zinserhöhung in 2016, drei weitere für 2017 geplant: Die Fed will den Aufschwung in den USA nicht abwürgen. Fondsmanager konzentrieren sich nach dem Zinsentscheid nun wieder auf das Risikopotenzial von EU und China.

15.12.2016, aktualisiert 16.12.2016 - 16:5316.12.16 - 16:53
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Die US-Notenbank hat es getan. Zum zweiten Mal seit der Finanzkrise und exakt ein Jahr nach der letzten Erhöhung im Dezember 2015 hat die Fed die Leitzinsen angehoben. Wie im Vorfeld annähernd einstimmig von den Marktteilnehmern erwartet, wurden die Zinsen um 25 Basispunkte auf die Spanne von 0,50 bis 0,75 Prozent erhöht.

Angesichts eines verbesserten US-Wirtschaftsausblicks für 2017 stellen die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen im kommenden Jahr einen etwas steileren Zinspfad als bisher in Aussicht. Allerdings hatte die Fed auch für 2016 bis zu vier Zinsschritte signalisiert – daraus ist nun auf den letzten Drücker nur ein einziger geworden. Der Schritt war nicht zuletzt auch deshalb nötig, um die Glaubwürdigkeit der US-Zentralbank sicherzustellen. Immerhin liegt die Finanzkrise acht Jahre zurück. Seither wurde die US-Wirtschaft mit umfangreichen Quantitative-Easing-Programmen am Laufen gehalten: Innerhalb von sechs Jahren wurden bis November 2014 insgesamt vier Billionen US-Dollar in die Wirtschaft gepumpt.