Fed-ZinsentscheidGespanntes Warten auf den neuen Fed-Kurs

Die Märkte rechnen im Zuge der nächsten Fed-Sitzung am 20. und 21. März mit einer Zinserhöhung von 25 Basispunkten. Doch die anhaltende Stärke der US-Wirtschaft deutet auf bis zu vier Zinserhöhungen im laufenden Jahr hin, warnt Franck Dixmier, Global Head of Fixed Income bei Allianz Global Investors, die Anleger.

19.03.2018 - 09:49 Uhr19.03.18 09:49
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Fed-Chef Jerome Powell: Im Jahr 2018 eher mehr als weniger Zinsschritte zu erwarten
Fed-Chef Jerome Powell: Im Jahr 2018 eher mehr als weniger Zinsschritte zu erwarten© Getty Images

der fonds: Herr Dixmier, was erwarten Sie von der bevorstehenden Zinssitzung der US-Notenbank?

Franck Dixmier: Die Märkte warten gespannt auf die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses am 20. und 21. März. Wir erwarten, dass Anleger sich stärker auf die Forward Guidance der Fed konzentrieren werden als auf die Zinserhöhung von 25 Basispunkten, die bereits in den Märkten eingepreist sind.

Die Fed dürfte in dieser Sitzung ihre Wachstums- und Inflationsaussichten für die USA revidieren. Gleichzeitig vermuten wir damit, dass sich die vielfach beachteten „Dot Plots“, die eine Momentaufnahme der Zinsprognosen der FOMC-Mitglieder darstellen, verändern.

Warum könnten sich die Zinsprognosen der Fed ändern?

Dixmier: Die US-Wirtschaft hat ihren starken Wachstumstrend seit Ende vergangenen Jahres beibehalten. Die Beschäftigungsrate hat zugenommen: In den ersten beiden Monaten 2018 wurden mehr als 550.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Gehaltssteigerung im Jahresvergleich blieb jedoch moderat und erreichte im Januar kurzzeitig ein Hoch von 2,9 Prozent. Einen Monat später fiel sie allerdings zurück auf 2,6 Prozent.