FinTechs Kooperation statt Konkurrenz

Wie die Studie einer Unternehmensberatung zeigt, arbeiten zwei von drei Finanzdienstleistern mit FinTechs zusammen – zumindest in der Schweiz. In Deutschland liegt die Zahl mit 87 Prozent sogar noch höher.

26.04.2017 - 11:3227.04.17 - 09:07
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Mit „FinTechs“ – eine Kombination der Worte „Financial Services“ und „Technology“ – werden junge Unternehmen bezeichnet, die mittels technologiebasierter Systeme spezialisierte und besonders kundenorientierte Finanzdienstleistungen anbieten. In der Schweizer Finanzindustrie werden die Dienstleistungen der „FinTech“-Unternehmen immer wichtiger, wie ein soeben veröffentlichter „Global FinTech Report 2017“ der Wirtschaftsberatung PriceWaterhouseCooper (PwC) zeigt.

Demnach setzten die etablierten Finanzdienstleister in der Schweiz, die vor Jahren noch die jungen aufstrebenden Online-Firmen fürchteten, inzwischen auf Kooperation statt Konkurrenz: 59 Prozent der befragten Finanzunternehmen arbeiten inzwischen mit FinTechs zusammen. 82 Prozent wünschen sich in den nächsten drei bis fünf Jahren sogar eine Verstärkung dieser Partnerschaften.

Infografik: FinTechs gewinnen an Bedeutung | Statista Mehr Statistiken bei Statista

Kreditkartenunternehmen könnten künftig entbehrlich sein

Im Fokus des Interesses der Finanzbranche steht vor allem eine Technologie, die als Zukunft des internationalen Finanzverkehrs gehandelt wird: Blockchain. Die Idee des Blockchain, die auf den Grundlagen der virtuellen Währung Bitcoin aufbaut, hat das Potenzial, sehr viel im Finanzsystem zu verändern. Bei Zahlungsvorgängen mit Bitcoins müssen im Gegensatz zu hergebrachten Bezahlmethoden keine Informationen wie Kartennummern, Namen oder Adressen preisgegeben werden. Zugleich fallen fast keine Gebühren an: Der Einsatz von Blockchain würde zum Beispiel Kreditkartenunternehmen überflüssig machen, die derzeit von ihren Gebühren sehr gut leben können.

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