Energiewende gerät ins Stocken Flaute beim Windkraft-Ausbau

Obwohl grüner Strom dringend benötigt wird, verläuft der Ausbau der Windenergie-Kapazitäten schleppend. Ein Problem: Lange Planungs- und Genehmigungsverfahren.

04.10.2021 - 17:0004.10.21 - 17:04
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Windpark Luckau in Brandenburg
Windpark Luckau in Brandenburg: Der Ausbau der Windenergie ist 2020 in Deutschland deutlich zurückgegangen© IMAGO / photothek

Der Ausbau der Windkraft in Deutschland ist in den vergangenen Jahren massiv ins Stocken geraten. Das zeigt eine Statista-Grafik auf Basis von Daten der Firmengruppe Deutsche WindGuard. Das gilt insbesondere für Offshore-Anlagen. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland lediglich 32 Offshore-Anlagen mit einer Leistung von 219 Megawatt neu in Betrieb genommen. Im Vergleich zu 2019 war das ein Rückgang von 82 Prozent.

Zu den Gründen für den schleppenden Ausbau gehören lange Planungs- und Genehmigungsverfahren. Außerdem klagen immer mehr Umweltverbände gegen bereits erteilte Baugenehmigungen, was vielerorts die Verfahren verzögert. Darüber hinaus wurden bereits Anlagen nicht realisiert, weil die Deutsche Flugsicherung Störungen des Funkbetriebs im Bereich der Luftfahrtnavigation befürchtet.

Die Windkraft spielt in Deutschland die bedeutendste Rolle für die Energiewende. Mehr als 40 Prozent des aus erneuerbaren Energieträgern gewonnenen Stroms stammt aus der Onshore-Windenergie.