Fonds-Crashtest Die 5 besten defensiven Multi-Asset-Strategiefonds

Die klassische Abwehr im Portfolio steht nicht mehr so sicher wie in der Vergangenheit. Defensive Absolute-Return-Fonds können die schwächelnden Staatsanleihe-Stammspieler ergänzen.

03.02.2016 - 15:4303.02.16 - 19:22
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in  Fonds
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„Mit einer traditionellen Long-only-Streuung über Asset-Klassen wie Aktien, Renten oder Rohstoffe wird das Risiko nicht mehr ausreichend entlohnt“, fasst Richard Zellmann, Geschäftsführer von First Private, das aktuelle Dilemma an den Kapitalmärkten zusammen. Zusätzliche Alpha-Strategien, die unabhängig von der Zins- und Aktienkursentwicklung Erträge liefern sollen, ergänzen aus diesem Grund den First Private Wealth. Der Multi-Strategy-Fonds ist das stark wachsende Flaggschiff des Frankfurter Asset Managers. Von März bis Ende November hat der Fonds sein Volumen auf rund 730 Millionen Euro verdoppelt. Nicht nur der Absatz stimmt, auch die Strategie ist erfolgreich: Der Fonds ist Sieger im aktuellen Crashtest.

38 defensive Strategiefonds mit Multi-Asset-Ansatz standen auf dem Prüfstand. In dieser noch relativ jungen Fondskategorie nutzen die Manager nicht nur klassische Anlagemöglichkeiten, eine wichtige Rolle spielen meist derivative Instrumente. Ziel ist keine relative Performance zur Benchmark, sondern die Fonds sollen in der Regel absolute Erträge liefern.

So auch der First Private Wealth. 4 bis 8 Prozent Rendite strebt Fondsmanager Martin Brückner pro Jahr an und gehört damit eher zu den Dynamischen unter den Defensiven. Die Volatilität will er auf 4 bis 5 Prozent begrenzen. Der maximale Verlust soll pro Jahr bei höchstens 5 bis 7 Prozent liegen. In den sieben Jahren seit Auflegung Ende November 2008 hat die institutionelle Tranche jedes Kalenderjahr ein Plus erzielt. Insgesamt ging es ohne allzu große zwischenzeitliche Einbrüche bis Ende November 2015 über 50 Prozent nach oben. Privatanleger können seit August 2011 in den Fonds investieren und verzeichnen seitdem einen Zuwachs von rund 25 Prozent.

Brückner investiert in eine Kombination aus herkömmlichen defensiven Anlagen wie Staatsanleihen und risikoreicheren Investments wie Aktien oder Unternehmensanleihen, die gemessen am Risikobeitrag jeweils rund ein Viertel des Portfolios ausmachen. Die andere Hälfte des Risikos steckt in einer Vielzahl alternativer Konzepte wie marktneutraler Aktienstrategien, Währungs- oder Volatilitätsstrategien.